Die Stimme der etwa 40-jährigen Mélina kennt jeder, Ihr Gesicht hingegen kaum jemand. Der Grund: Mélina ist als Radiomoderatorin eine der bekanntesten Ratgeberinnen Frankreichs, doch privat lebt sie sehr zurückgezogen, fast schon misanthropisch. Außerdem hat Mélina ein Geheimnis: Sie wurde als Säugling von ihrer Mutter weggegeben. Nun will sie endlich den Grund dafür erfahren und ihre leibliche Mutter kennenlernen. Als sie endlich deren Namen erfährt, weiß sie allerdings nicht, wie sie ihrer Mutter Joelle gegenübertreten soll. Da hilft ihr der Zufall auf die Sprünge. Mélina findet Einlass ins Haus ihrer unbekannten Mutter und landet unvermittelt in deren turbulenten Leben ...

Leider haben sich in diese gut gespielte Tragikomödie über die Suche nach der eigenen Identität in einer gesichtslosen Welt viele Längen und unnötige Wiederholungen eingeschlichen. Charakterdarstellerin Karin Viard ("Affären à la Carte", "Nichts zu verzollen") meistert die Hauptrolle mit gekonntem Einfühlungsvermögen, doch Regisseur Pierre Pinaud erweckt den Eindruck, als wüsste er nicht, ob er nun Komödie, Drama oder Liebesgeschichte erzählen soll.



Foto: Alpenrepublik