Ungarn in den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts: Es gibt keinen glücklicheren Menschen auf der Welt als Ondris, der sich vom Junggesellenleben verabschiedet, um die Frau seiner Träume zu heiraten. Jadviga kommt aus Deutschland und ist die Pflegetochter seines verstorbenen Vaters. Doch schon bald fallen erste Schatten auf das Glück des Paares: Jadviga hat bereits eine unglückliche Liebesaffäre mit Ondris' Freund Franci hinter sich und kann sich Ondris nicht öffnen. Als Franci die Jungvermählten besucht, erhält Ondris einen Einberufungsbefehl. Zwar ist er nach kurzer Zeit wieder zu Hause, doch fortan soll er als Informant für die örtlichen Behörden arbeiten und die slowakische Minderheit ausspionieren. Als Jadviga erneut eine leidenschaftliche Beziehung mit Franci beginnt, ist die Ehe von Ondris und Jadviga zunehmend in Gefahr ...

Der Film erzählt eine Geschichte von zerstörerischer Liebe, qualvoller Ehe und zügelloser Leidenschaft. So zerrissen wie ihre Protagonisten ist auch das Land, in dem die Geschichte spielt. Béla-Bálasz-Preisträgerin Krsztina Déak drehte den Film nach einem Roman von Pál Závada. Auf dem ungarischen Filmfestival 2000 erhielt "Schatten der Liebe" den Spezialpreis der Jury.

Foto: MDR/Hungarofilm