Weil ihnen in ihrer Beziehung die Liebe und damit auch die Intimität abhanden gekommen ist, suchen die Eheleute Don und Helen nach neuen (Bett-)Partnern. Da bietet vor allem das Internet ungeahnte Möglichkeiten. Auch Dons 15-jähriger Sohn Chris tobt durch die weiten Welten des WorldWideWeb auf der Suche nach möglichst scharfen Pornos. Diese Sucht allerdings lässt ihn zusehends abstumpfen. Seine definitiv frühreife Klassenkameradin Hannah indes träumt von einem Dasein als Schauspielerin. Darin wird sie von ihrer Mutter Donna unterstützt, indem sie die Tochter mit viel zu aufreizenden Fotos auf einer Modelwebsite anpreist. Die überfürsorgliche Mutter Patricia hingegen überwacht haarklein jeden Internetschritt ihrer Tochter Brandy. Das scheint Brandy jedoch wenig zu stören. Ganz anders ergeht es der jungen Allison: ihr Wunsch, anerkannt zu werden, führt zur Magersucht ...

Moralischer Zeigefinger

Die Probleme heutiger Teenager und deren Eltern in einem doch recht plakativen Episodenfilm. Teilweise greifen die unterschiedlichen Erzählstränge zwar recht gekonnt ineinander, plätschern aber zu großen Teilen allzu betulich vor sich hin. Schon klar, dass Regisseur Jason Reitman – er bescherte uns immerhin starke Werke wie "Thank You for Smoking", "Juno" und "Up in the Air" – hier den moralischen Zeigefinger überdeutlich erhoben hat und vor einer Welt, in der Kommunikation bestenfalls nur noch digital stattfindet, deutlich warnt. Der Verlust des gemeinsamen Gesprächs ist für ihn gleichbedeutend mit dem Verlust von Liebe, Zwischenmenschlichkeit und Wärme. Damit liegt er zwar nicht gänzlich falsch, weiß das Ganze aber nur mit Klischees zu unterfüttern. Immerhin ist hier Dauernerv-Komiker Adam Sandler – mit Vollbart – einmal in einer normalen Rolle zu sehen.