Greta Garbo

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Greta Garbo 1931 als Spionin Mata Hari
Greta Lovisa Gustafsson
Geboren: 18.09.1905 in Stockholm, Schweden
Gestorben: 15.04.1990 in New York, USA

"Greta Garbo ist herrlich. Ihr Gesicht gibt mühelos jede zarteste Regung wieder. Ihre Stimme schattiert die sparsamsten Worte. Seit Eleonora Duse hat man eine solche Differenziertheit nicht gesehen. Greta Garbo spielt mit Nerven aber niemals mit Hysterie. Niemals nimmt das Gefühl Oberhand. Alles ist kontrolliert." Das schrrieb einmal Herbert Ihering über die Garbo. Für Millionen Kinobesucher ist sie das Idol der Schönheit, der Inbegriff des Stars. Seit sie sich mit 36 Jahren vom Film zurückzog hat, wurde ihr Comeback bis zum Ende ihres Lebens alle paar Jahre propagiert.

In der Ehe der Eltern dominiert die Mutter. Das prägt das Kind. Der Vater sieht gut aus, aber er ist sensibel und ohne beruflichen Erfolg. Er stirbt als Greta 14 ist. Sie gibt die Schule dran, um als Friseuse in einem Herrensalon zu arbeiten. In der Herrenmodeabteilung des Kaufhauses im Kaufhaus Paul U. Bergström kann sie bald als Model über den Laufsteg gehen. Greta Lovisa Gustafsson ist eine unter vielen Verkäuferinnen, die zum Film wollen. Nach ihren ersten kleinen Rollen beherzigt sie den Rat eines Freundes, Schauspielunterricht zu nehmen. Sie besteht die Aufnahmeprüfung an der Schule des angesehenen Stockholmer Dramatischen Theaters, beginnt eine Schauspielausbildung an der Königlich Schwedischen Theaterakademie. Direktor ist der Finne Mauritz Stiller, neben Victor Sjöström der bedeutende Mann des Schwedischen Films der Zwanziger Jahre, und er schlägt die junge Elefin für eine Filmrolle vor.

Stiller wird ihr Mentor, er gibt ihr den Namen, hat Einfluss auf ihr Leben, ihre Arbeit, ihre Karriere. Doch bei allem Glück ist es ein glückloses Verhältnis zwischen der 17-jährigen und dem Mann von 40. Zunächst entscheidet er, dass sie viel zu dick für die Leinwand ist, mindestens 20 Pfund müsse sie abnehmen, dann besetzte er die Rolle der stumm leidenden Gräfin Dohna in der Verfilmung von Selma Lagerlöfs Nobelpreis gekröntem Roman "Gösta Berlings Saga" mit ihr. Neben Diät und Durchbruchsrolle verpasste er der 18-Jährigen ihren neuen Namen, der sollte elegant und international sein und einem Ungarn ebenso leicht wie einem Briten, Deutschen oder Amerikaner von der Zunge gehen. Man dachte zunächst an Gabór, heißt es. Er schafft jedoch die Aura, macht die Garbo - das heißt im Schwedischen "Kobold", im Spanischen "Anmut". Das ist 1924. In Schweden rühmt man damals nur die unvergleichliche Schönheit der Schauspielerin, noch ist der Funke nicht übergesprungen.

Etwas davon passiert schon bei G. W. Pabst, bei dem sie neben Asta Nielsen in dem Klassiker "Die freudlose Gasse" (1925) spielt. Garbo ist in dieser "Straßentragödie der Inflationszeit" Grete, ein armes Mädchen, das pure Not in die Prostitution treibt, während Maria gespielt von Nielsen freiwillig auf den Strich geht. Die duldsam Tugendhafte mit tief heruntergezogenen Mundwinkeln und dunkel umschatteten Augen wird ihre Rolle bleiben - für Jahre. Das ist ein Erfolg. Doch ihr Entdecker entzieht sie gleich wieder dem eben erschlossenen Filmmarkt und nimmt sie mit nach Hollywood. Es beginnt ein harter Weg, ein Weg mit vielen Enttäuschungen. Zwar erkämpft sie sich eine gewisse Aura, als sie im Streit mit den MGM-Bossen Louis B. Mayer und Irving Thalberg ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Rollen durchsetzt. Doch es gibt viele minderwertige Filme, abgesehen von Edmund Gouldings "Anna Karenina", bis der Tonfilm ihr zum wirklichen Durchbruch verhilft.

Der letzte Stummfilm der MGM ist 1929 Jacques Feyders "Der Kuss", ein Melodram mit Happy End. Die Garbo spielt eine unglücklich verheiratete Frau, die einen Geliebten hat, den aber verlässt, weil sie das Doppelleben nicht mehr aushält und sich in Paris in einen Studenten verliebt hat. Beim Streit kommt der eifersüchtige Ehemann ums Leben, die Frau wird freigesprochen und kann jetzt mit ihrem Anwalt glücklich werden. Unter der Regie von Feyder entsteht auch die deutsche Version von "Anna Christie" von 1931. Die amerikanische Fassung der Eugene-O'Neill-Verfilmung stammt von Clarence Brown, der sieben Filme mit der Garbo dreht, ebenfalls ein Melodram mit glücklichem Ausgang.

Die Vicky-Baum-Geschichte "Menschen im Hotel" (1932) ist im Grunde eine arge Schnulze, doch die brillante Besetzung, neben Greta Garbo, John und Lionel Barrymore, Joan Crawford und Wallace Beery machen das Ganze unter der Regie von Edmund Goulding unterhaltsam. In einem Luxushotel treffen Menschen und Schicksale aufeinander. Der lässige, elegante Gentleman-Verbrecher, die hysterische Tänzerin, die sich in ihn verliebt, der bitterböse Generaldirektor und die Randfiguren dieses "menschlichen Dramas". Vicky Baum ging 1931 während der Verfilmung nach Hollywood, wo sie bis zu ihrem Tod blieb.

"Königin Christine" (1933) ist im Grunde Rouben Mamoulians schwächster Film: die Garbo als schwedische Königin, John Gilbert ihr Geliebter. Die Kamera (Henry Daniels) zeigt über weite Strecken nur das Gesicht der Garbo, das Mamoulian "wie ein leeres Blatt Papier" haben wollte, auf das der Zuschauer seine eigenen Eindrücke zeichnen konnte. Wie Mamoulian ist auch Cukor ein großer Regisseur, doch "Die Kameliendame" von 1936 ist nicht sein bester Film. Die bittersüße Romanze der Marguerite Gautier mit Greta Garbo und Robert Taylor als klassischem Liebespaar ist recht veraltet, jedoch von filmhistorischem Wert, da es vielleicht der erfolgreichste Film der vom Publikum noch heute vergötterten Greta Garbo ist. Sie ist zweimal die Anna Karenina im Film, die "Maria Walewska" an der Seite von Charles Boyers "Napoleon".

So schwierig es für die Regisseure ist, mit Greta Garbo zu arbeiten, Metro Goldwyn Mayer gewinnt viel Geld und Ruhm. Greta Garbo möchte gerne in einer Komödie spielen, doch niemand gibt ihr die Chance, denn die großen tragischen Liebenden sind ihr Repertoire. Dann kommt endlich die Chance: In "Ninotschka" zeigt Ernst Lubitsch eine ganz neue Greta Garbo. Er ist der einzige, der ihr ein anderes Image gibt, sie neu sieht. Sie spielt eine sowjetische Kommissarin, die nach Paris geschickt wird, um drei russische Beamte davon abzuhalten, im westlichen Luxus zu versacken, folgt aber bald ihrem Beispiel und verfällt einem gut aussehenden Charmeur.

Die Karikatur der tölpelhaften Moskowiter hat ihr Pendant in der Satire auf westlichen Kapitalismus und seine überzeichneten Gesellschaftsformen. Billy Wilder war einer der Drehbuchautoren. Doch Lubitsch stirbt und mit seinem Tod stirbt Greta Garbos letzte Hoffnung. Noch einmal spielt sie in einer leichten Komödie, doch Regisseur George Cukor gibt ihr in "Die Frau mit den zwei Gesichtern" (1941) zwar eine interessante Doppelrolle, doch der Film funktioniert nicht, enttäuscht zieht sich die Göttliche vom Film zurück - für immer.

Viele Stars von einst haben den Weg zurück versucht. Die einen mit Erfolg wie Ingrid Bergman oder Lauren Bacall. Doch man denkt auch an die anderen wie Pola Negri, Gloria Swanson, Mae West - tragische Versuche, die alten Tage einzuholen. Die Garbo hat es gar nicht erst versucht, sie ist konsequent geblieben. Das hat dazu geführt, dass sie die Göttliche geblieben ist. Skandalgeschichten aus ihrem Privatleben gibt es kaum. Insider munkeln zwar, dass sie Mitglied des sogenannten "Knitting Circle" (Nähkränzchen) war, eines losen Kreises lesbischer Hollywoodgrößen. Mit der spanischen Autorin Mercedes d'Acosta verbband sie eine lange Freundschaft, ebenso mit dem berühmten britischen Photographen Sir Cecil Beaton. In der Zeit nach ihrem Rückzug tauchte sie sporadisch in Europa als Glanzlicht auf den Feiern der Happy-Few, mit Churchill bei den Rothschilds, bei Onassis auf, um sich dann völlig in ihr New Yorker Apartment zurückzuziehen.

Weitere Filme mit Greta Garbo: "Dämon Weib" (1926), Clarence Browns Melodramen "Es war" (1927) und "Eine schamlose Frau" (1928), Sidney Franklins Stummfilm "Wilde Orchideen" (1929, "Mata Hari" (1931), Richard Boleslawskis Melodram "Der bunte Schleier" (1932), Clarence Browns Gesellschaftsdrama "Anna Karenina" (1935) mit Fredric March sowie "Maria Walewska" (1937).

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