Nackte Fußknöchel mögen im Sommer der Erfrischung dienen – aktuell sind sie eine Modeerscheinung. "Flanking" nennt sich der Trend, die bodennahe Körperpartie freizulegen, um zum Beispiel Sneakers besonders zur Geltung zu bringen (englisch: flashing = (auf)blitzen (lassen), ankle = Knöchel).

Während sich die Stilbewussten auch bei Minusgraden souverän in Szene setzen, frieren andere schon beim bloßen Anblick. Einstellungssache, sagt Dr. Peter Heck, Oberarzt in der Unfallchirurgie am St. Josefs Krankenhaus Hilden (Kplus Gruppe): "Ob Flanking gut tut, ist eine Frage des subjektiven Empfindens jedes Einzelnen."

Weder schade Kälte grundsätzlich dem Knöchelgelenk, noch schwäche Flanking die Abwehrkräfte. Ebenso wenig sei wissenschaftlich erwiesen, dass kalte Knöchel die Abwehrkräfte stärkten.

Nur das Verletzungsrisiko sei erhöht, so Dr. Heck: "Wer in leichtem Schuhwerk auf Schnee und Eis unterwegs ist, läuft eher Gefahr, umzuknicken und sich am Fußgelenk zu verletzen."