Jochen Schmidts neuer Roman "Zuckersand" – warmherzig und nachdenklich.

Was können wir unseren Kindern vermachen? Was geben wir ihnen mit durch Erziehung, Handlungen, den gemeinsamen Weg? Das fragt sich auch der namenlose Protagonist von Jochen Schmidts neuem Roman "Zuckersand".

Wenn der seinen Sohn Karl dabei beobachtet, wie er einen Seifenspender benutzt oder einen Regenschirm, wenn er beschreibt, wie er sich beim Anziehen verhält oder beim Einkaufen, dann ist das zunächst die warmherzige, liebevolle Schilderung eines Vaters über seinen zweijährigen Sohn. Doch Schmidt wäre nicht Schmidt, wenn es bei dieser Roman-Ebene bleiben würde.

Denn dieser Vater erlebt während all der Beobachtungen nicht nur seinen Sohn, sondern auch und vor allem sich selbst. Im Mikrokosmos dieser Figuren steckt demnach nicht weniger als das Leben. Ein Blick vom ganz Kleinen auf das ganz Große.