Horst Schlämmer ist zurück: Das sind die DVD-Highlights der Woche
Horst Schlämmer im Kino, das gab es vor 17 Jahren schon einmal. Bundeskanzler wollte er werden, damals auf dem Höhepunkt seiner Popularität. Mit über 1,3 Millionen Besucherinnen und Besuchern wurde "Horst Schlämmer – Isch kandidiere!" (2009) zu einem großen Hit, mit der Kanzlerschaft aber hat es nicht geklappt. Es war vielleicht auch gut so. Anfang des Jahres kehrte Schlämmer nun abermals auf die Leinwand zurück: Der stellvertretende Chefredakteur des "Grevenbroicher Tagblatts" möchte herausfinden, wie man glücklich wird. Nun erscheint "Horst Schlämmer sucht das Glück" ebenso wie die prominent besetzte Enid-Blyton-Adaption "Der Wunderweltenbaum" und das Drama "Romería – Das Tagebuch meiner Mutter" auf DVD und Blu-ray.
"Horst Schlämmer sucht das Glück" (VÖ: 14. August)
"Liebe Menschen da draußen, die Lage ist dramatisch", erklärt Horst Schlämmer, worum es geht. Der Mann hat bekanntlich Rücken, und noch dazu "so einen Hals", weil im Deutschland der Gegenwart alle immer so schlecht drauf sind. Schlämmer möchte das ändern. Fest entschlossen, das Glück zu finden und den Menschen endlich mal wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, macht er sich auf den Weg. Raus aus Grevenbroich, hinein in einen wilden Mockumentary-Trip mit vielen aufregenden Begegnungen. "Horst Schlämmer sucht das Glück", der Titel wird manche Filmfreunde vielleicht an einen gewissen Herrn Rossi erinnern, der das vor vielen Jahren auch schon versuchte. Anders als seinerzeit die Cartoon-Figur Herr Rossi reist Hape Kerkeling als Kultfigur Horst Schlämmer allerdings nicht durch die Zeit, sondern durch das Hier und Jetzt der Bundesrepublik, und wo auch immer er das Glück vermutet, wird natürlich wieder "knallhart nachjefracht". So wird der Film auch ein bisschen zur augenzwinkernden gesellschaftlichen Bestandsaufnahme. Neben Hape Kerkeling (in mehreren Rollen, auch als Hape Kerkeling) standen unter anderem Tahnee Schaffarczyk, Laura Thomas und Meltem Kaptan für die Komödie vor der Kamera.
Preis DVD: circa 15 Euro
DE, 2026, Regie: Sven Unterwaldt, Laufzeit: 93 Minuten
"Der Wunderweltenbaum" (VÖ: 14. August)
Enid Blytons "Zauberwald"-Reihe ist hierzulande längst nicht so bekannt wie etwa ihre "Fünf Freunde"-Bücher oder "Hanni und Nanni", passt aber besonders gut in die heutige Zeit. Erzählt wird vom Ehepaar Tim (Andrew Garfield) und Polly Thompson (Claire Foy), die mit ihren drei Kindern Beth (Delilah Bennett-Cardy), Joe (Phoenix Laroche) und Fran (Billie Gadsdon) ins Grüne ziehen, um eine Tomatenfarm zu gründen. Im Wald vor Ort stoßen die drei Kinder schon bald auf einen magischen "Wunderweltenbaum", in dem ihnen viele verrückte, kunterbunte, lustige Figuren begegnen. Eine Fee namens Seidenhaar (Nicola Coughlan) zum Beispiel, ein Mondgesicht (Nonso Anozie) und ein Pfannenmann (Dustin Demri-Burns), dann noch Sir Namenlos (Oliver Chris), Mr. Oom Boom Boom (Mark Heap) und Frau Wasch (Jessica Gunning). Mit diesen ziemlich ulkigen Gestalten reisen die Kinder in die unterschiedlichsten Welten, eine bezaubernder als die andere. Nur vor der bösen Madame Klaps (Rebecca Ferguson), warnt man die Kinder, sollen sie sich unbedingt hüten ... Im englischen Original leiht außerdem Judi Dench einem Kühlschrank ihre Stimme.
Preis DVD: circa 15 Euro
GB/US, 2026, Regie: Ben Gregor, Laufzeit: 105 Minuten
"Romería – Das Tagebuch meiner Mutter" (VÖ: 13. August)
Bereits in ihrem Spielfilmdebüt "Fridas Sommer" ergründete die spanische Regisseurin Carla Simón ihre eigene Vergangenheit. In "Romería – Das Tagebuch meiner Mutter" taucht sie nun abermals in ihre Familiengeschichte: Der Film beginnt im Sommer 2004: Marina will nach ihrem kürzlich bestandenen Schulabschluss ein Filmstudium in Barcelona beginnen. Dafür benötigt sie allerdings ein Stipendium, welches wiederum der Unterschrift der Familie ihres verstorbenen Vaters bedarf. Um diese zu bekommen, reist die 18-Jährige nach Vigo. Von ihrer Reise erhofft sie sich außerdem, mehr über die Geschichte ihrer Eltern zu erfahren. Doch anstatt auf offene Arme trifft sie vor Ort auf Ablehnung. Ihr Vater, so erfährt sie, war drogenabhängig und starb an AIDS ... "Romería – Das Tagebuch meiner Mutter" spielt auf zwei Zeitebenen. Die 2006 geborene Hauptdarstellerin Llúcia Garcia ist in einer Doppelrolle als Marina und deren Mutter zu sehen. 2025 war der Film für eine Goldene Palme nominiert.
Preis DVD: circa 15 Euro
ES/DE, 2025, Regie: Carla Simón, Laufzeit: 114 Minuten
Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH