Ex-Dschungel-Star spricht nach fast 20 Jahren über Hitlergruß-Skandal: "Seitdem kennt mich jeder!"
Es war der Skandal im Dschungelcamp 2008: Nachdem DJ Tomekk als einer der prominenten Kandidaten in den australischen Dschungel gezogen war, wurde ein Video öffentlich, in dem der damals 31-Jährige in einem Video die Hand zum Hitlergruß hob und die erste Strophe des Deutschlandliedes sang. Der Musikproduzent musste daraufhin auf Anweisung von RTL vorzeitig aus dem Camp abreisen.
Damals, vor fast 20 Jahren, zeigte sich der Musiker kleinlaut und reumütig: "Mein dummes Witz-Gelaber tut mir unendlich leid. Für alle Leute, die sich davon betroffen fühlen: Es tut mir unheimlich leid, es tut mir leid, es tut mir leid, es tut mir leid", ließ er in einer von RTL veröffentlichten Erklärung verlauten.
Nun hat der mittlerweile 50-Jährige erneut über den Vorfall gesprochen. Im "Recall"-Podcast mit den Ex-Monrose-Stars Senna Gammour (46) und Bahar Kizil (37) erklärt der DJ, die NS-Zeit sei "die erste Assoziation mit Deutschland auf der ganzen Welt": "Ich hab richtig doll gesoffen und ich vermute mal, das mein Unterbewusstsein auf so eine Sch...e kommt, weil das vielleicht auch weiß: Das ist dann auf der Titelseite der 'Bild'-Zeitung." Der Musiker ist überzeugt: "Seitdem kennt mich ja jeder!"
DJ Tomekk lebt seit 14 Jahren "nüchtern und clean"
Podcast-Host Senna Gammour möchte wissen, ob Tomasz Kuklicz, wie DJ Tomekk mit bürgerlichem Namen heißt, die Aktion rückblickend bereut. "Das ist natürlich ein schweres Alkoholproblem, das ich da hatte", stellt der 50-Jährige klar. Mittlerweile sei er seit "14 Jahren nüchtern und clean". Dafür sei er dankbar.
Dass er dem exzessiven Feiern abgeschworen hat, habe sein Leben gerettet, ist sich DJ Tomekk sicher. "Weil das hätte mich wahrscheinlich anders zerstört." Über den Skandal sagt er rückblickend: "Das Leben ist so wie es ist. Was war, das kannst du nicht mehr umdrehen."
DJ Tomekk gehörte Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre zu den bekanntesten HipHop-Produzenten Deutschlands und arbeitete unter anderem mit internationalen Rap-Größen zusammen. Zu seinen bekanntesten Tracks gehörten "Ich lebe für HipHop" (2000), "Kimnotyze" (2002) und "1, 2, 3 ... Rhymes Galore (From New York to Germany)" (1999).
Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH