Infos zum ESC

Am ESC nehmen die Länder teil, die Mitglied der EBU sind. Hierbei handelt es sich sowohl um europäische als auch nichteuropäische Staaten aus dem Mittelmeerraum. Seit 2011 ziehen die fünf Länder direkt ins Finale des Eurovision Song Contests ein, die finanziell am sichersten aufgestellt sind. Die sogenannten "Großen Fünf" sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien.

Durch nationale Vorentscheide bestimmt jedes Land eigenständig, welcher Künstler am ESC teilnimmt. Barbara Schöneberger moderierte 2014 und 2015 die Vorentscheide "Unser Song für Dänemark" und "Unser Song für Wien" in der ARD. Sie ist auch diejenige, die die sogenannten Countdowns mit anschließender Party präsentiert.

Die Ermittlung des Gewinners erfolgt durch Telefon-und Juryabstimmung. Ziel jedes Landes ist es, möglichst viele Punkte zu erzielen. Das Land mit der höchsten Punktzahl gewinnt. So erreichte beispielsweise Nicole 1982 mit ihrem Lied "Ein bisschen Frieden" 161 Punkte, Lena Meyer-Landrut bekam hingegen sogar mehr als 240 Punkte von den Zuschauern.

ESC 2017 in Kiew

Vom 9. bis 13. Mai 2017 wurde der ESC in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ausgetragen, nachdem die Sängerin Jamala mit ihrem Lied "1944" den Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm gewann. Nach dem Jahr 2008 hatte der internationale Musikwettbewerb wieder eine Rekord-Teilnahme zu verzeichnen: Insgesamt 43 Staaten waren bei der Musikveranstaltung mit von der Partie.

Wieder teilgenommen haben auch Portugal und Rumänien, die zuvor finanziell gezwungen waren, ein Jahr zu pausieren. Wiederrum musikalisch nicht vertreten waren die Türkei, Bosnien-Herzegowina und Slowenien. An dem Austragungsort wurde jedoch auch Kritik geübt, da nach wie vor bewaffnete Konflikte zwischen Teilen der Ost-Ukraine herrschen.