Jendrik ist der deutsche Teilnehmer beim ESC 2021.
ESC 2021 – Sendetermine, deutscher Teilnehmer, Datum
NDR / Das Erste
Eurovision Song Contest (ESC)

Der Eurovision Song Contest, kurz ESC, ist der Name eines internationalen Musikwettbewerb, der seit 1956 jährlich im Land des Vorjahressiegers ausgetragen wird. Die Veranstaltung wird von der Europäischen Rundfunkunion (European Broadcasting Union) im Rahmen der Eurovision ausgeführt. Dies ist eine Einrichtung zum Austausch von Fernseh-und Hörfunkprogrammen, woran überwiegend Staaten aus Europa, Nordafrika und Vorderasien beteiligt sind. Zu den Austragungsorten gehörten in der Vergangenheit unter anderem Kopenhagen, Dublin und Wien.

2021 soll der ESC statt Corona-Pandemie in Rotterdam ausgetragen werden. Es gibt verschiedene Szenarien, je nach Infektionslage. Denkbar ist im schlimmsten Fall ein rein virtueller Wettbewerb ohne Live-Zuschauer. Termin für das Finale des ESC ist Samstag, 22. Mai 2021. Die Halbfinalshows finden am 18. und 20. Mai statt. Der deutsche Teilnehmer ist Jendrik Sigwart (26). Der Hamburger setzte sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durch.

Der ESC 2020 sollte in Rotterdam stattfinden. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Europa musste er aber abgesagt werden. Für Deutschland hätte der gebürtige Slowene Ben Dolic mit dem Song "Violent Thing" antreten sollen. Die ARD zeigte am 16. Mai 2020 ab 20.15 Uhr ein eigenes Finale als Alternative zum abgesagten ESC. Auch Stefan Raab hatte sich für ProSieben eine Alternative einfallen lassen: Der "Free Eurovision Song Contest" lief ebenfalls am 16. Mai.

2019 wurde der ESC in Tel Aviv in Israel ausgetragen. Das Finale wurde am 18. Mai 2019 live im Ersten der ARD übertragen. Der deutsche Beitrage, das Duo S!sters, landete auf Platz 25 und wurde damit Vorletzter. Der Sieg ging an den Niederländer Duncan Laurence. Bitter für Deutschland: Von den Zuschauern, die per Televote abstimmten, gab es keinen einzigen Punkt. Nur das Jury-Vote verhinderte also, das Deutschland Letzter wurde.

Infos zum ESC

Am ESC nehmen die Länder teil, die Mitglied der EBU sind. Hierbei handelt es sich sowohl um europäische als auch nichteuropäische Staaten aus dem Mittelmeerraum. Seit 2011 ziehen die fünf Länder direkt ins Finale des Eurovision Song Contests ein, die finanziell am sichersten aufgestellt sind. Die sogenannten "Großen Fünf" sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien.

Durch nationale Vorentscheide bestimmt jedes Land eigenständig, welcher Künstler am ESC teilnimmt. Barbara Schöneberger moderierte in der vergangenen Jahren die Vorentscheide in der ARD. Sie ist auch diejenige, die die sogenannten Countdowns mit anschließender Party präsentiert.

Die Ermittlung des Gewinners erfolgt durch Telefon-und Juryabstimmung. Ziel jedes Landes ist es, möglichst viele Punkte zu erzielen. Das Land mit der höchsten Punktzahl gewinnt. So erreichte beispielsweise Nicole 1982 mit ihrem Lied "Ein bisschen Frieden" 161 Punkte, Lena Meyer-Landrut bekam hingegen sogar mehr als 240 Punkte von den Zuschauern.