Als die TV-Sendung "Menschen bei Maischberger" im Jahr 2003 anlief, war sie eine Nachfolge-Talkshow von "Boulevard Bio" mit Alfred Biolek. Aufgezeichnet wurde sie zunächst im Tränenpalast in Berlin, mittlerweile allerdings in den WDR-Studios in Köln. Die Moderatorin Sandra Maischberger lässt ihre Gäste aktuelle, vor allem politische, Themen diskutieren.

Das Besondere an dem Politik-Talk ist, dass die Studiogäste meistens aus unterschiedlichen Welten kommen, verschiedene Berufe ausüben und teilweise ein grundverschiedenes gesellschaftliches Umfeld haben. Zwischendurch werden Filmsequenzen zu dem jeweiligen Thema eingespielt. Von 2003 bis 2016 lief die Sendung dienstags um 22.45 Uhr im Ersten, mittlerweile wurde der Titel auf lediglich Maischberger abgekürzt und die Sendezeit auf mittwochs verlegt. Wiederholungen und Videos der Talk-Sendung werden zudem in der ARD-Mediathek zum Abruf bereitgestellt.

Eine Frage zu einem Thema

Maischbergers TV-Talkshow in der ARD widmet sich in jeder Sendung einer speziellen Frage, die sich stark an ein aktuelles Thema lehnt, welches auf sozialen Netzwerken wie Twitter auch von den Zuschauern diskutiert werden kann. In der Vergangenheit wurden Folgen mit Fragen wie "Trump gegen den Rest der Welt?", "Sind Polizisten die Prügelknaben der Nation?", "Alles auf Schulz: Kann er Merkel stürzen?" und "Trump macht ernst: Muss die Welt vor ihm zittern?" aufgezeichnet.

Einstieg bei Tele 5, Stationen bei Vox und RTL

Die Moderatorin Sandra Maischberger, die im Jahr 1966 in München geboren wurde, startete ihre journalistische Karriere bei dem Radiosender Bayern 2, arbeitete nebenbei aber auch als freie Journalistin für diverse Tageszeitungen. Offiziell zur Redakteurin ausbilden ließ sie sich schließlich an der Deutschen Journalistenschule in München von 1987 bis 1989.

Erste Schritte ins TV-Geschäft wagte Maischberger mit 21 Jahren auf dem Sender Tele 5 in der Nachrichtenredaktion, bis sie in den 90er Jahren zunächst zu VOX, dann zu RTL und schließlich zum WDR sowie zum ZDF wechselte. Weiterhin schrieb sie für die Zeitschriften Amica und Spiegel. Außerdem schrieb sie zahlreiche Bücher, die sie unter anderem mit Politikern veröffentlichte.