In nicht allzu ferner Zukunft spielen Roboter in der menschlichen Gesellschaft eine immer größere Rolle. Deshalb entwickelt Professor Hobby einen Kind-Roboter, der nach entsprechender Programmierung auch Gefühle für die Pflegeeltern entwickeln und zeigen soll. Prototyp David empfindet tatsächlich Liebe für seine Mutter Monica, doch deren leiblicher Sohn beschwört aus Eifersucht Szenen herauf, die schließlich Davids Verstoß bedeuten - denn ihn zur Firma zurückzugeben, damit er dort wieder demontiert wird, dazu kann sich Monica nicht überwinden. So ist David nun allein in der Welt und versucht, angespornt von der Geschichte des Holzbengel Pinocchio, die blaue Fee zu finden, damit diese ihn in einen echten Junge verwandelt ...

Wieder einmal besticht ein Spielberg-Film nur durch seine optische Perfektion. Doch weder Story noch die mitunter schlechte Umsetzung überzeugen hier. Die Geschichte von Robotern mit Gefühlen ist nicht gerade die Neu-Erfindung der Sciencefiction, weder in der Literatur, noch im Film. Da fragt man sich, was ist von dem Projekt, dass Stanley Kubrick in Angriff genommen hatte, hier noch übrig bleibt. Denn Spielberg langweilt fast die ganzen zweieinhalb Stunden und zuckert am Ende dermaßen herum, dass alles in einem süßen Brei zerläuft. Schade, denn die zivilisationskritischen Ansätze der Story sind immer noch aktuell. Aber Filme wie "Blade Runner" sind einfach um Klassen besser. In der Rolle des kleinen Roboters ist übrigens Haley Joel Osment zu sehen, der Kinogängern als kindlicher Partner von Bruce Willis in "The Sixth Sense" in Erinnerung geblieben sein dürfte.