Luftwaffensoldat Adrien Dufourquet ist endlich auf Heimurlaub in Paris, als seine Verlobte Agnès, die Tochter eines renommierten Ethnologen, vor seinen Augen entführt wird. Als die Gangster mit ihrem Opfer eine Maschine nach Rio de Janeiro besteigen, gelingt es Adrien, unbemerkt an Bord des Flugzeugs zu kommen. In der Stadt am Zuckerhut angekommen, kann Adrien seine große Liebe zwar zunächst befreien, doch die Gangster entführen sie erneut. Doch so schnell gibt sich Adrien nicht geschlagen …

Dieses kunterbunte Abenteuercocktail voller Witz und Action, das vor Ideen aus allen Nähten platzt, schnitt Regisseur Philippe de Broca ganz auf seinen Hauptdarsteller Jean-Paul Belmondo zu, mit dem er zwei Jahre zuvor schon die Abenteuerkomödie "Cartouche, der Bandit" gedreht hatte. "Abenteuer in Rio" sollte zu einem Wendepunkt in Belmondos Karriere werden. De Broca inszenierte Belmondo als James-Bond-Typ, weltmännisch und unerschütterlich. Aus dem Antihelden der Nouvelle Vague wurde so der Tausendsassa, der die besten Regisseure wie Melville, Sautet, Bolognini und Verneuil anzog. Als Belmondos schöne Freundin Agnès ist Françoise Dorléac ("Die süße Haut", "Die Mädchen von Rochefort"), die ältere Schwester von Catherine Deneuve zu bewundern, die seinerzeit zu den beliebtesten jungen Schauspielerinnen Frankreichs gehörte. Dorléac kam 1967 im Alter von nur 25 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Der Versuch von de Broca, einen ähnlichen Film nachzulegen, gelang nur ansatzweise: "Die tollen Abenteuer des Monsieur L." (1965) verbreitete eher Hektik als Tempo, eher Klamauk als Witz.

Foto: arte F/© TF1 Films