Die Freunde Adil, Jonni, Elvis und Idris sind mit ihren Familien vor dem Bürgerkrieg in Jugoslawien geflohen und leben seit mehreren Jahren in Altenburg. Sie führen als geduldete Flüchtlinge zwischen zwei Kulturen ein Leben auf Abruf. Gemeinsam trainieren die Jungs für einen großen Breakdance-Tanzwettbewerb, als sie die Nachricht erreicht, dass Adil ausgewiesen werden soll. Idris hat die Idee, seinem Freund zur Erinnerung einen Videofilm zu drehen. Damit der Film gelingt, greift Idris zunehmend in den Alltag seines Freundes ein. Schwierig wird das im Falle der hübschen Lisa, in die Adil schon lange verliebt ist. Bei seinem Versuch, Adil und Lisa zusammenzubringen, verliebt sich Idris selbst in das Mädchen und gefährdet dadurch alles: sein Videoprojekt, den Breakdance-Wettbewerb, für den sie so lange trainiert haben und vor allem: seine Freundschaft zu Adil ...

Regisseurin Esther Gronenborn ("alaska.de", "99euro-films") taucht mit diesem Jugenddrama tief in das Leben geduldeter Minderheiten in Deutschland ein, das von Träumen und Ängsten gekennzeichnet ist. Vorwiegend mit Laiendarstellern besetzt, die einen ähnlichen Fluchthintergrund wie die von ihnen verkörperten Protagonisten haben, ist "Adil geht" ein authentischer Blick auf die Jugend und ihre alltäglichen Probleme in Deutschlands Osten. Allerdings muss sich Gronenborn den Vorwurf gefallen lassen, zu sehr Schwarzweiß-Malerei betrieben zu haben, denn die Ordnungskräfte wie etwa die Polizei kommen hier doch ziemlich schlecht weg.

Foto: RBB/Heinlein