Der 17jährige, etwas pummelige Teenager Johanna träumt davon, in Paris Modedesign zu studieren. Seit Jahren schneidert sie sich ihre Kleidung selbst, zur Schule zu gehen hat sie längst keine Lust mehr. Johannas Mutter hält von den Plänen ihrer Tochter überhaupt nichts. Auf der Suche nach der Finanzierung ihrer Träume macht die 17-Jährige eine Entdeckung, die sie zunächst völlig verunsichert: Nicht der langjährige Freund ihrer Mutter ist ihr Vater, sondern ein Türke, der seit Jahren schon mit seiner Familie in Köln lebt und dort ein elegantes Restaurant besitzt. Anstatt sich mit der neuen Situation und mit ihren Gefühlen auseinander zu setzen, verfolgt Johanna hartnäckig ihr Ziel weiter, möglichst schnell an Geld zu kommen. Sie heuert als Küchenhilfe im Restaurant ihres Vaters an, der nicht weiß, dass das eigenartige Mädchen seine Tochter ist...

Eine sensibel erzählte und inszenierte Jugendstory von Regisseurin Sülbiye V. Günar, die ihr Langfilm-Debüt nach einem eigenen Drehbuch in Szene setzte. Die 1973 in Stuttgart geborene Günar, die an der Film- und Fernsehakademie in Berlin Regie und Buch studierte, zeigt hier das Porträt einer Heranwachsenden, die erst bei ihrer "türkischen Familie" erkennt, was Fürsorge, Zuwendung und Zusammenhalt bedeutet - Dinge, die sie bei ihrer Mutter und deren langjährigen Freund nie fand.