Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg kommt Lady Ashley nach Australien, um die Farm ihres Mannes vor dem Bankrott zu retten. Der Gatte selbst ist nicht mehr zu retten – er wurde ermordet. So ist der Weg frei für den raubeinigen Drover. Er treibt mit der Schönen eine riesige Rinderherde durch das unwegsame Outback. Dabei erhalten die beiden Hilfe von Aborigines – mit Rat, Tat und Magie. Der hinterhältige Ex-Vorarbeiter tut hingegen alles, um dem frischverliebten Paar das Leben zur Hölle zu machen. Damit nicht genug: Der Krieg bricht über Australien herein ...

Abenteuer, wunderbare Landschaftspanoramen, große Gefühle, üble Schurken, Spannung - und schon werden Erinnerungen an große Werke wie "Vom Winde verweht", "Doktor Schiwago" oder "Lawrence von Arabien" wach. Regisseur Baz Luhrman ("William Shakespeares Romeo & Julia", "Moulin Rouge") bietet in seinem farbenprächtigen Kino-Epos die emotionsgeladene Story von der Lady und dem Raubein (ähnlich wie John Huston mit "African Queen"). Beide lernen sich in widrigen Zeiten vor der gewaltigen Naturkulisse Australiens kennen und schließlich auch lieben. Dies ist zwar nicht die Neuerfindung des Kinos, doch was Luhrman daraus macht, ist packender Kintopp. Dabei spart er nicht an Kritik an der einst rassistischen australischen Politik gegen die Aborigines (die Phillip Noyce in seinem "Long Walk Home" noch intensiver darstelle). Aber auch Liebhaberinnen von Kitsch und gestählten Männerkörpern sind in dem Film richtig: Der unter freiem Himmel duschende Jackman beherrscht eine Körpersprache, wie frau sie nicht nur in Australien versteht.

Foto: Fox