1993 erschien Hans Christoph Blumenbergs Buch "Das Leben geht weiter". Er beschreibt darin die absurde und abenteuerliche Entstehungsgeschichte des gleichnamigen letzten großen Propagandafilms der Ufa. Die Dreharbeiten für dieses Paradebeispiel von Filmpropaganda begannen im Winter 1944 - der Anfang vom Ende. Trotzdem sollte der Film noch einmal den Traum vom Endsieg beleben.

Leider gilt der Ufa-Film bis heute als verschollen. Es gibt keine Originalausschnitte, die man verwenden könnte. Auch die Zahl der Zeitzeugen, die Interviews und Auskunft geben könnten, ist klein geworden. Dennoch versuchte Produzent Carl Schmitt nach der Buch-Erscheinung einen Weg zu finden, den Stoff für einen dokumentarischen Spielfilm aufzubereiten. 1998 tat sich Schmitt mit dem englischen Regisseur Mark Alan Cairns zusammen, um ein geeignetes Format zu entwickeln. Es dauerte aber noch einmal zwei Jahre, bis Anfang 2000 der Hessische Rundfunk grünes Licht für die Produktion dieser Dokumentation gab. Sie erzählt die Geschichte dieses Films und rekonstruiert auch minutiös die letzten Monate des Dritten Reiches.

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