Benjamin Franklin Gates hatte mit dem Fund des Tempelritter-Schatzes seinen Jahrhundert-Coup gelandet – so dachte er zumindest. Denn jetzt taucht eine Seite aus dem Tagebuch von John Wilkes Booth (jenem Mann, der einst Abraham Lincoln im Theater erschoss) auf, die darauf hinweist, dass Gates’ Ur-Ur-Großvater Mitglied einer Verschwörergruppe gegen den großen amerikanischen Präsidenten war. Dies kann Gates kaum glauben. Bei eigenen Nachforschungen stößt der Historiker auf die verschlüsselte Hinweise, die die Existenz einer altindianischen Stadt aus purem Gold belegen. Doch Gates ist nicht der einzige Schatzjäger...

Noch dämlicher, unlogischer und langweiliger als der Vorläufer "Das Vermächtnis der Tempelritter" kommt dieser hanebüchene Schmu daher. Hier geht es nur um eine actiongeladene, aber völlig sinnentleerte Schnitzeljagd mit Geballer und einer Prise Romantik. Regisseur Jon Turteltaub scheint auch diesmal völlig zu ignorieren, dass es Abenteuerstreifen wie etwa die Jäger des verlorenen Schatzes-Trilogie überhaupt gibt. Allerdings ist zum Schreien komisch, wie hier einige historische Fakten verdreht werden: wenn es etwa heißt, dass General Custer am Little Big Horn auch nur gestorben ist, weil er jene sagenhafte Goldstadt gesucht hat. Dies ist so schlecht, dass es fast schon wieder gut ist. Nein, ganz ehrlich: ein Film, an dem absolut nichts stimmt und funktioniert. Aber wenn das Publikum dafür zahlt...

Foto: Disney