An einem renommierten College im US-Bundesstaat Vermont kommt es eines Tages zu einem rassistischen Vorfall: Ein afroamerikanischer Student findet bösartige Schmähungen an seiner Zimmertür. Während die Dekanin die Sache am liebsten unter den Teppich kehren würde, sorgt die idealistische Kollegin Sarah Daniels dafür, dass die Tat öffentlich gemacht wird. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf und ein Fernsehreporter beginnt, auf dem Campus zu recherchieren. Derweil entbrennt unter den Studenten eine immer erbittertere Diskussion über die vermeintliche Bevorzugung von ethnischen Minderheiten ...

Regisseur Mark Brokaw verarbeitete in seinem Gesellschaftsdrama so wichtige Themen wie latenten Rassismus und Political Correctness. Nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Rebecca Gilman und Doug Atchisonin aus dem Jahr 1999 in Szene gesetzt, das einen nicht mehr ganz zeitgemäßen rassistischen Vorfall aus den frühen Achtzigerjahren verarbeitete, wartet das Kino-Regiedebüt des Theatermachers Brokaw zwar mit guter Besetzung auf, doch zu eindimensional und klischeehaft bleibt das Spiel, um dem ernsten Thema tatsächlich gerecht zu werden. So schwankt Brokaw ständig zwischen Melodram, Farce und Satire hin und her, ohne sich richtig entscheiden zu können. Und am Ende ist der Zuschauer keinen Deut schlauer!

Foto: NDR/ARD/Degeto