Anna Norum ist Anfang 40 und hat es als Professorin der Meeresbiologie an der Universität auf Gotland weit gebracht. Gefördert von der EU, soll es mit einem Forschungsschiff im Sommer in den Indischen Ozean gehen. Acht Studenten liefern sich einen harten Wettbewerb, um einen der begehrten Plätze zu ergattern. Dann wird die Leiche des Studenten Peter Holmgren aufgefunden, der als Jahrgangsbester überraschend durch die Prüfung gefallen war. Steckt sein Mitstudent Albin Sundergart, der nun einen Platz auf dem Schiff bekommt, dahinter?

Walter Sittler, der den Kommissar Robert Anders spielt, ermittelt bereits seit 2006 auf der beschaulichen schwedischen Insel Gotland, um dem Bösen, das zumeist für ungewöhnliche Mordfälle sorgt, den Garaus zu machen. Der österreichische Regisseur und Drehbuchautor Thomas Roth drehte mit dem elften Teil der beliebten Schweden-Krimi-Reihe ein eher "stilles" Werk, das viel Wert auf die pittoreske Inszenierung und Darstellung legt. Problematisch ist allerdings, dass sich Roth als Autor in seiner Erzählweise mehr und mehr verzettelt und die Geschichte mitunter ziemlich konfus daher kommt. Nach "Der Kommissar und das Meer - Tod kam am Nachmittag" und "Der Kommissar und das Meer - Ein Leben ohne Lüge" ist dies der dritte Fall um den Gotlander Kommissar, den Roth nach Motiven der Romane von Mari Jungstedt in Szene setzte. Dieses Mal plätschert die Handlung aber allzu bedächtigt dahin, Walter Sittler als Kommissar scheint zudem mehr mit seinem Privatleben beschäftigt, denn mit dem Fall, den er lösen muss. So ist dies eines der weniger spannenden Werke der Reihe.

Foto: ZDF/Boris Laewen