In einem einsamen Haus an der Küste eines lateinamerikanischen Staates wohnt die neurotische Paulina Escobar mit ihrem Mann. Sie hatte während der nun einige Jahre zurückliegenden Militärdiktatur als Folteropfer gnadenlose Qualen zu erleiden und konnte die fürchterlichen Erlebnisse nicht verdrängen. Als ihr Mann verspätet zu Hause eintrifft und einen Gast mitbringt, der dem Mann hilfsbereit bei einer Reifenpanne zur Seite stand, glaubt Paulina in dem zufälligen Besucher ihren früheren Folterer und Vergewaltiger zu erkennen. So nimmt ein dramatisches Duell auf Leben und Tod seinen Lauf...

Roman Polanski drehte ein intensiv gespieltes Psychodrama, dem allerdings in Folge der kammerspielartigen Inszenierung allzu deutlich anzumerken ist, dass es sich um die Verfilmung eines Theaterstückes von Ariel Dorfmann handelt. Dennoch gelang Polanski ein emotional ungemein packendes Werk um Schuld, Leid und Rache.

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