Im Gefängnis lernt der schwule Schauspieler Martin Kurath den Sohn eines Aufsehers kennen. Nach Kuraths Entlassung ziehen beide zusammen. Die Eltern des Jungen, die noch über das Sorgerecht ihres Sohnes verfügen, erzwingen die Einweisung in eine Erziehungsanstalt. Kurath muss erleben, wie die Persönlichkeit des Freundes in der Anstalt zunehmend demontiert wird. Nach einem Selbstmordversuch wird er in die psychiatrische Klinik eingeliefert.

Das bemerkenswerte Drama über zwei Männern, die ihr Bekenntnis zur Homosexualität, ihr Zusammenleben gegen die Vorurteile und Anfeindungen der Umwelt durchsetzen wollen, sorgte bei seiner Erstsendung am 8. November 1977 für großes Aufsehen: Der Bayerische Rundfunk fühlte sich einmal mehr berufen, seinem Publikum vorzuschreiben, was es sehen darf und klinkte sich aus dem gemeinsamen ARD-Programm aus. Die WDR-Produktion inszenierte Wolfgang Petersen - später ein erfolgreicher Hollywood-Regisseur - nach dem Roman des Schweizer Schriftstellers und Schauspielers Alexander Ziegler.

Foto: NDR/WDR/Solaris