Die Sowjetunion im Sommer 1936: Auf dem Lande geht alles seinen gewohnt sozialistischen Gang. Oberst Kotow, Held der Oktoberrevolution, genießt das süße Nichtstun, umgeben von seiner Frau Marussia, Tochter Nadia und der ganzen chaotischen Familie. Da erscheint unerwartet und nach zehn Jahren Abwesenheit der junge und gutaussehende Mitia, ein langjähriger Freund der Familie. Die Freude ist zunächst groß, doch bald scheint durch, dass zwischen ihm und Marussia einmal mehr war als nur Freundschaft. Und nur Kotow weiß, dass Mitia der Geheimpolizei angehört und ihn, den Rivalen, noch vor Tagesende Stalins Schergen ausliefern wird.

Nikita Michalkow zeichnet die Sowjetunion anfangs als heitere Idylle. Doch unter der Oberfläche bleibt das latent Bedrohliche spürbar. Mißtrauen und Neid liegen in der Luft. Mit seiner antistalinistischen Parabel feierte Michalkow einen der größten Erfolge des zeitgenössischen russischen Kinos. Er erhielt den Oscar für den besten nichtenglischsprachigen Film und bei den Filmfestspielen von Cannes den Großen Preis der Jury.