Der Maler Johan lebt mit seiner Frau Alma auf einer einsamen Insel. Der Künstler leidet an einer Schaffenskrise und wird von Wahnvorstellungen geplagt. Bilder seiner Vergangenheit mischen sich mit albtraumhaften Visionen einer dekadenten Gesellschaft, die am anderen Ende der Insel in einem Schloss wohnt und seine Vernichtung zum Ziel hat. Als Johan Alma davon erzählt, übernehmen seine Erscheinungen die Kontrolle über das Ehepaar: Erlebtes und Geträumtes sind nicht mehr zu trennen und Johan reißt seine Frau mit hinein in einen Strudel aus Horror und Wahnsinn ...

Nach dem großen Erfolg des Dramas "Persona" inszenierte Star-Regisseur Ingmar Bergman dieses Drama erneut mit seiner damaligen Lebensgefährtin Liv Ullmann. Die große Charakterdarstellerin ist hier erstmals an der Seite von Max von Sydow zu sehen, mit dem sie in der Folgezeit noch häufiger vor der Kamera stand. Mit subtilem Horror erzählt Bergman diese Geschichte, die auf einer einsamen Insel spielt. Auch die im Anschluss entstandenen Dramen ("Schande" und "Passion") - jeweils mit Sydow und Ullmann in den Hauptrollen - trugen sich auf einer einsamen Insel zu, so dass man in diesem Zusammenhang durchaus von einer in sich geschlossenen "Insel"-Trilogie des Regisseurs sprechen kann.

Foto: Kinowelt