Hannelore Hoger

Bella Block (Hannelore Hoger) löst den Fall auf
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Bella Block (Hannelore Hoger) löst den Fall auf jeden Fall
Hannelore Hoger
Geboren: 20.08.1941 in Hamburg, Deutschland

Schroff-trotzige Gestalten, die offen für Humor und einfühlsam bleiben, aber eine gewisse Gradlinigkeit verkörpern sind ihr Fach. Populär wird die Bühnenschauspielerin und Mutter der Schauspielerin Nina Hoger durch die Rolle der TV-Kommissarin "Bella Block", für die sie mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wird. Die gleichnamige Krimiserie startete 1993 in loser Reihenfolge und entpuppte sich als gut gesetzter Kontrapunkt zur Männer-dominierten Krimi-Massenware.

Hannelore Hoger - ihr Vater war Schauspieler und Inspizient am Ohnsorg-Theater - beginnt ihre Schauspielerausbildung 1958 an der Hamburger Hochschule für Musik und spielt seit 1960 an den Bühnen in Ulm, Bremen, Stuttgart, Köln, Berlin und (1981 - 85) in Hamburg. Das Theater ist ihre eigentliche Domäne geblieben. Um sich zu verbessern, nahm die Schauspielerin später noch einige Male Unterricht bei Lee Strasberg. Ihr Fernsehdebüt mit dem Titel "Tag für Tag" fällt ins Jahr 1965, erwähnenswerter aber sind ihre späteren Auftritte in einigen (TV-)Filmen von Alexander Kluge: "Die Artisten in der Zirkuskuppel: "Ratlos" (1968), "Der große Verhau" (1970), "Willi Tobler und der Untergang der 6. Flotte" (1972), "Deutschland im Herbst" (1977), "Die Patriotin" (1979) und "Die Macht der Gefühle" (1983).

Hannelore Hoger schlägt auch kleinere Filmrollen nicht aus, wenn sie Gehalt und Tiefe versprechen: als Doktorengattin in Volker Schlöndorffs "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (1975); als verbitterte Frau in "Eisenhans" (1982); als lebenshungrige Zahnarztfrau in "Super" (1983). Die Hauptrolle spielte sie auch als Insassin einer Haftanstalt in "Die lebenslängliche Frau" (1979) und zusammen mit Tochter Nina in Karin Brandauers Mehrteiler "Marleneken" (1989). 1996 ist sie (in einer Nebenrolle) als Reporterin in Helmut Dietls "Rossini - Oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief" zu sehen; als altersschwache Konsulin Johanna Schwartz in dem TV-Film "Fesseln der Leidenschaft" (1999); als Innenministerin Lena Hoelldobler in dem Kernkraftwerk-Aktionfilm "Straight Shooter" (1998, mit Heino Ferch). Hannelore Hoger ist seit 1970 in gut zwei Dutzend Filmen präsent.

Daneben ist sie auch in Serien gegenwärtig. So hatte sie Gastrollen in "Derrick", "Der Alte", "Peter Strohm", "Der König", "Ein Fall für zwei", "Freundschaft mit Herz" und "Einfach klasse!". Hauptrollen spielte sie als Lea Lemberg (mit Tochter Nina) in dem gelobten TV-Fünfteiler "Die Bertinis" (1988), als Pflegemutter eines türkischen Mädchens in der Vorabendserie "Kläger und Beklagte" (1978) und neben Günther Strack 1994 in der Krimiserie "Auch Mörder müssen sterben". Parallel zu den Bella-Block-Krimis startet 1996 die Krimi-Serie "Die Drei". Hannelore Hoger spielt die Chefin neben zwei Jungdetektiven und lässt es auch mal erotisch knistern. Zu ihren Lebensgefährten zählt Schauspieler Gerd Kunath. Ende 2000 wird ihre Liason mit dem 25 Jahre jüngeren Pianisten Siegfried Gerlich bekannt.

Die "Bella Block"-Krimis: "Die Kommissarin" (1993), "Liebestod" (1995), "Geldgier" (1996), "Tod eines Mädchens" (1997), "Bella Block - Auf der Jagd" (1998), "Bella Block - Geflüsterte Morde", "Bella Block - Abschied im Licht", "Bella Block - Blinde Liebe" (alle 1999), "Bella Block - Am Ende der Lüge", "Bella Block - Schuld und Liebe" (beide 2000), "Im Namen der Ehre", "Bella Block - Bitterer Verdacht" (beide 2001), "Bella Block - Kurschatten", "Bella Block - Tödliche Nähe" (beide 2002), "Bella Block - Hinter den Spiegeln", "Bella Block - Das Gegenteil von Liebe" (beide 2003), "Bella Block - Die Freiheit der Wölfe" (2004), "Bella Block - ... denn sie wissen nicht, was sie tun", "Bella Block - Die Frau des Teppichlegers" (beide 2005), "Bella Block - Blackout", "Bella Block - Das Glück der Anderen", "Mord unterm Kreuz" (alle 2006), "Bella Block - Weiße Nächte" (2007), "Bella Block - Reise nach China","Bella Block - Falsche Liebe" (beide 2008), "Bella Block - Am Ende des Schweigens", "Bella Block - Vorsehung" (beide 2009), "Bella Block - Das schwarze Zimmer" (2010), "Bella Block - Der Fahrgast und das Mädchen" (2011), "Bella Block - Unter den Linden" (2012), "Bella Block - Hundskinder", "Bella Block - Angeklagt" (beide 2013).

Weitere Filme mit Hannelore Hoger: "Der Pott" (1971), "Bauern, Bonzen und Bomben" (TV-Mehrteiler, 1973), "Eiszeit" (1975), "Der Gehülfe", "Heinrich" (beide 1976), "Die Geisel" (1977), "Freddie Türkenkönig" (1978), "Tatort - Mitternacht oder kurz danach", "Der Tag, an dem Elvis nach Bremerhaven kam", "Die Patriotin", "Tatort - Schweigegeld", "Max und Traudl" (alle 1979), "Kraftprobe", "Schlaflose Tage", "Die Frau im rosa Mantel", "Defekte" (alle 1982), "Tausend Augen" (1984), "Der Sommer des Samurai", "Ein fernes Leben" (beide 1986), "Jacob hinter der blauen Tür" (1987), "Die zweite Heimat" (1988), "Tandem" (1991), "Tatort - Unversöhnlich" (1992), "Himmel und Hölle" (1994), "Martin Berg - Im Auftrag der Gerechtigkeit: Mord im Klinikum" (1995), "Nachspiel", "Das Meisterspiel" (beide 1998), "Long Hello & Short Goodbye" (1999), "Falsche Liebe - Die Internetfalle", "Pest - Die Rückkehr", "Lieber Fidel", "Vier Meerjungfrauen" (alle 2000), "Hölle im Kopf" (2005), "Commissario Laurenti - Die Toten vom Karst" (2006), "Die Katze", "Die Zürcher Verlobung - Drehbuch zur Liebe" (2007), "Das tapfere Schneiderlein" (bei 2008), "Jeder Mensch braucht ein Geheimnis", "Ellas Geheimnis" (beide 2009), "Henri 4", "Mörderischer Besuch" (beide 2010), "Uferlos!" (2012), "Das andere Kind" (2013).

Zur Filmografie von Hannelore Hoger
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