Drei Schüler, zwei Jungen und ein Mädchen, sollen mit einer Waffe geschossen haben, mit der vor 30 Jahren ein schweres Verbrechen verübt wurde. Damals erschoss der bis heute unbekannte Täter auf der Flucht nach einem Bankraub eine unbeteiligte Studentin. Da die Schüler den Besitz der Waffe konsequent leugnen und ein falsches Alibi vorschieben, bittet Staatsanwalt Mehlhorn - auch aus sehr persönlichen Gründen - Bella Block, verdeckt in der Schule gegen die drei zu ermitteln. Würde man die Waffe finden und ihre Spur zurückverfolgen, könnte der damalige Täter vielleicht doch noch gestellt werden. Es gelingt Bella, sich in die Schule einzuschleusen. Als angebliche Referentin für Gewaltprävention will sie dort einige Vorträge halten. Doch schnell wird ihre Tarnung von den drei Schülern durchschaut ...

Bereits 1994 erhielt Hannelore Hoger für ihre Rolle der Bella Block den Grimme-Preis in Gold, Anfang 2012 folgte der Grimme-Sonderpreis, denn sie schafft laut Jury "mit ihrer besonderen Kunst eines eindringlichen, außerordentlich vielfältigen und facettenreichen Spiels ... speziell auch im deutschen Fernsehen ungewöhnliche Erlebnisräume." Diesen Krimi der Erfolgsreihe könne die Juroren allerdings unmöglich gemeint haben, denn dieser Fall von Spannungsspezialist Torsten C. Fischer ("Tatort - Ein ganz normaler Fall") kommt so unwahrscheinlich und noch dazu langweilig daher, dass auch die prominenten Darsteller nicht viel retten können. Da hat Autor Fabian Thaesler mit "Bella Block - Am Ende der Lüge" und "Bella Block - Vorsehung" schon deutlich bessere Folgen geschrieben.

Foto: ZDF/Georges Pauly