Der ehemalige Fremdenlegionär Volker Bretz will den Tod seiner Tochter rächen. Die starb in seinen Armen an Blutkrebs. Jetzt macht er Hatz auf Politiker und Wirtschaftsbosse, die die tödliche Strahlung des Atomkraftwerks ATAR II zu verantworten haben. Leichen pflastern seinen Weg: Auch die ermittelnde Oberstaatsanwältin? Einer überlebt - auch in der unerschütterlichen Perfektion seines schauspielerischen Handwerks: Dennis Hopper. Er ist Frank Hector, der Bretz für den Krieg ausgebildet hatte. Hector wird von London nach Düsseldorf eingeflogen, um seinem Waffen-Schüler das Handwerk zu legen.

Thomas Bohns Erstlingswerk fürs Kino greift die Tradition amerikanischer Amoklauf-Filme auf. "Der Vergleich zu 'Falling Down' mit Michael Douglas liegt nahe", sagt Ferch, "denn viele können den Zorn des Amokläufers nachvollziehen. Aber eben nicht seine Überreaktionen. Es gibt beileibe Schlimmeres, als mit Bruce Willis verglichen zu werden," ergänzt Ferch genervt. Warum muss ihn die Journaille auch immer auf die Ähnlichkeit mit dem "Stirb langsam"-Star ansprechen. Selbst schuld: Nichts liegt in "Straight Shooter" näher, als Ferch den deutschen Bruce Willis zu nennen. Strickmütze, Muskelshirt, durchtrainiert und dreckverschmiert, waffenbeladen und skrupellos. "Straight Shooter" ist mal wieder ein guter deutscher Action-Film. Trotz einiger Schwächen und unfreiwillig komischer Dialoge.

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