Bella Block, die Kommissarin der Hamburger Mordkommission, muss sich dieses Mal mit der heiklen Problematik Sterbehilfe auseinandersetzen: Durch ihre Schuld verunglückt ein junger Polizist bei der Verfolgung eines Kleinkriminellen schwer. Die Frau des Polizisten konfrontiert Bella mit dessen Patientenverfügung: Ihr Mann lehnt lebensverlängernde Maßnahmen ab. Nun liegt er im Wachkoma, und eine Maschine steuert seine Atmung. Bella, von Schuldgefühlen geplagt, nimmt Verbindung mit dem Arzt Dr. Hauser auf, der als Sterbehelfer bekannt ist. Ziemlich zur gleichen Zeit werden in einer Wohnung zwei Frauenleichen entdeckt: eine alte Frau und ihre Tochter. Handelt es sich um Doppelselbstmord oder doch um einen Mord? Bella Block stürzt sich in die Ermittlungen und stellt bald fest, dass auch dieser Fall sie zu Dr. Hauser führt...

"Abschied im Licht" ist ein besonderer Krimi, der sein anspruchsvolles Thema philosophisch auslotet und dies mit der spannenden Enthüllung eines menschlichen Dramas verbindet, wie es sich in unzähligen Familien - oft unbeobachtet - abspielt. Regisseur Christian von Castelberg ("Die Mörderin", "Donna Leon - Vendetta", "Mein Vater und andere Betrüger") hat das psychologisch differenzierte Buch von Richard Reitinger ("In weiter Ferne, so nah!") einfühlsam inszeniert. Die für die Darstellung der Bella Block bereits mehrfach ausgezeichnete Hannelore Hoger meistert die vielschichtige Herausforderung der Geschichte beeindruckend mit viel Gefühl, insbesondere im Zusammenspiel mit Rudolf Kowalski und Christoph Bantzer.