1884: Der junge britische Offizier Harry Feversham soll am Kolonialkrieg im Sudan teilnehmen. Dazu hat er keine rechte Lust, und so quittiert den Dienst, um seine Verlobte zu heiraten. Doch nun schlägt ihm schlägt eine Welle der Verachtung entgegen. Gleich vier weiße Federn - damals ein Symbol für Feigheit - bekommt er überreicht. Drei von seinen Freunden, eine von seiner Verlobten. Was hilft's, denkte er, da geh' ich doch glatt auf eigene Faust nach Afrika! Und dort beweist er dann allen, dass er doch ein klasse Kriegsheld ist. Dann geht's ja.

Die sechste Verfilmung von A. E. W. Masons verstaubtem Erbauungs-Roman für wehrtüchtige Männer macht in der heutigen politischen Weltsituation einen, vorsichtig formuliert, deplatzierten Eindruck. Zudem gelingt es Regisseur Kapur ("Elizabeth") nicht, den Zuschauer für seine Charaktere einzunehmen, so dass trotz Exotik, toller Landschaften und Schlachtengetümmel kaum Interesse an diesem Kolonialistenquark aufkommen mag.

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