Es ist ein typischer Sonntagmorgen bei Familie Gruber im bayerischen Dorf Frühling: Während Mutter Steffi schon zur Arbeit ins Hotel musste und Vater Georg noch schläft, macht sich die sechsjährige Tochter Emma mit dem Fahrrad auf den Weg zu ihrem Opa. Mit im Gepäck hat sie ihr kleines Kaninchen. Das kann nicht gut gehen: Bis Georg seine Tochter eingeholt hat, liegt das Rad in der Wiese, und das flinke Tier ist entwischt. Die fröhliche Verfolgungsjagd über die Felder endet jäh: Zwar bekommt Georg das Kaninchen wieder zu fassen - doch um den Preis eines ernsthaften Hexenschusses. Als Steffi Gruber sich wenig später in der Klinik nach dem Zustand ihres Mannes erkundigt, erhält sie die erschütternde Nachricht, dass Georg wegen einer Medikamentenallergie ins Koma gefallen ist. Seine Organe versagen, wenig später ist er tot. Einige Wochen später tritt Katja Baumann ins Leben der Familie Gruber. Katja hat sich nach der Trennung von ihrem Mann und der bestandenen Prüfung zur Dorfhelferin in einer Wohnung in Frühling eingerichtet. Als Katja Steffi Gruber gegenübersitzt, erfährt sie entgegen ihrer Erwartungen, dass sie sich nicht etwa um die kleine Emma und den Haushalt kümmern soll, sondern um den Großvater der Familie, einen alten Senn. Der wohnt in seiner Berghütte, die nur über einen Skilift zu erreichen ist. Der Alte ist mit der Pflege seiner Tiere und der Bewirtschaftung des Hofs hoffnungslos überfordert. Der Tod ihres Mannes hat Steffi Gruber noch einmal deutlich gemacht, wie endlich das Leben eines Menschen ist. Sie will für ihren Vater sorgen lassen. Doch scheint der alte Sepp seine eigene Hilfsbedürftigkeit ganz anders einzuschätzen. Als Katja auf seinem Hof ankommt, fliegen ihr durchs Fenster Unrat und Haushaltsgegenstände entgegen. Der alte Mann hat kein Interesse an Gesellschaft. So macht sich Katja wortlos an die Arbeit: Im Stall stehen die Viecher in ihrem eigenen Mist, und gefüttert wurden sie auch schon länger nicht. Nach und nach gelingt es ihr mit ihrer unverstellten, unnachgiebigen Art, das Herz des alten Mannes aufzuweichen. Dabei erhält sie Einblicke in die Vergangenheit Steffis und ihres Vaters und begeht schließlich einen folgenschweren Fehler. Außer mit ihrem neuen Fall hat Katja auch mit ihrer Tochter zu tun: Kiki ist gerade von einem Auslandsjahr als Aupair in den USA zurückgekehrt und findet die Aussicht, allein mit ihrer Mutter in ein gottverlassenes bayerisches Kaff zu ziehen, alles andere als erquicklich. Sie telefoniert deswegen auch mit ihrem Vater Peter. Der nimmt kurzerhand Urlaub, setzt sich ins Auto und quartiert sich für sechs Wochen in denselben Hof ein, in dem auch Katja und Kiki vorerst eine Ferienwohnung bezogen haben. Die Wirrungen nehmen zu, als Peter bemerkt, dass Katja einen immer vertrauteren Umgang mit dem Tierarzt Mark Weber pflegt und Kiki - die sich zunächst zu fein für Gummistiefel fühlt - sich widerwillig, aber zunehmend, von einem jungen Landwirt namens "Matze" angezogen fühlt.