Eigentlich müsste der bekannte Schriftsteller Simon Polaris mit sich und seinem Leben zufrieden sein: Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, nichts fehlt ihm zu seinem Glück. Doch Simon steckt mitten in einer Lebenskrise. Es ist ihm vollkommen gleichgültig, was Familie und Freunde über ihn denken. An nichts findet er mehr Geschmack, weder an seinen literarischen Aktivitäten, noch an seinem Familienleben als Ehemann und Vater. Seine Zeit verbringt Simon vornehmlich damit, Fliegen zu fangen. In seiner Schreibtischschublade versteckt er einen Revolver, und seinen Bürosessel zündet er an. Dem Liebhaber seiner Frau stattet er einen Besuch ab - aber nicht aus Wut, sondern aus reiner Provokation. Kurz: Simon Polaris ist ein Zyniker, wie er im Buche steht. Ein Ausweg bahnt sich erst an, als sein Psychotherapeut ihm eine Armbanduhr zeigt, die, wie er dem verblüfften Simon erklärt, einmal John F. Kennedy gehört hat. Diese Uhr wird zu Simons "obskurem Objekt der Begierde", über das er schließlich wieder einen Sinn im Leben findet...

Nach dem gleichnamigen Roman von Jean-Paul Dubois inszenierte Regiedebütant Regisseur Sam Karmann, der bis dahin sehr erfolgreich als Schauspieler und vor allem als Theaterregisseur gearbeitet hat, seinen Erstling. "Kennedy und ich" lief Ende 1999 sehr erfolgreich in den französischen Kinos. In den Hauptrollen sind der großartige Jean-Pierre Bacri und Nicole Garcia zu sehen, die sich auch als Regisseurin mit Filmen wie "Weekend für zwei", "Der Lieblingssohn" und "Place Vendôme" einen Namen gemacht hat.