Gerade erst hat der ambitionierte Filmemacher Lehmann mit seinem Wunschprojekt, dem Historiendrama "Kohlhaas", in der bayrischen Provinz begonnen, da werden ihm die finanziellen Mittel drastisch gekürzt. Doch Lehmann gibt nicht auf. Da müssen eben gehäkelte Stoffe für Kettenhemden herhalten und die Waffen der Ritter sollen später via Computer hinzugefügt werden. Die Burgruine ist jedenfalls echt. Und als die Bewohner des nahegelegenen Dorfes Speckbrodi erfahren, dass hier ein Film gedreht wird, will jeder dabei sein und das Filmteam unterstützen. Allerdings decken sich die Vorstellungen der Bewohner nicht unbedingt mit jenen des Regisseurs. Da bleiben chaotische Verwicklungen nicht aus ...

Hochschulabsolvent Aron Lehmann hat hier offenbar eigene Erfahrungen verarbeitet. Denn gerade junge Filmemacher müssen immer wieder erfahren, dass man in Deutschland mit äußerst geringen Mitteln drehen muss, wenn man drehen will. Leider merkt man diesem ambitionerten Werk die geringen Mittel ebenso an wie sie in der Geschichte beschrieben wird. Da wirken viele Aktionen ebenso dilettantisch wie der Protagonisten. Filmisch kommt das Ganze über TV-Niveau nie hinaus. Etwas mehr Geld und man hätte es vielleicht mit akzeptabler und zudem kritischer Kino-Kost zu tun. Dennoch: komische Momente gibt es eine Menge.



Foto: Farbfilm