Als in Dünkirchen eine Fabrik geschlossen wird, verliert auch France nach 20 Jahren ihren Job. So versucht sie sich in Paris als Reinigungskraft und findet prompt eine Anstellung beim Börsenhai Steve. Als der Workaholic unerwartet sein Kind zugeschoben bekommt, aber ständig beruflich nach London muss, engagiert er France auch als Kindermädchen. Obwohl der Zyniker ein völlig anderes Leben als sie führt, entwickelt sich eine seltsame Sympathie zwischen den beiden. Nach der ersten gemeinsamen Nacht allerdings findet France heraus, dass es Steve war, der für die Schließung der Dünkirchener Fabrik gesorgt hat ...

Cédric Klapisch ("L' auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr", "So ist Paris") hat stets ein Gespür für ganz normale Menschen bewiesen. Hier allerdings hat er sich etwas verhoben. Zwar sind die Hauptdarsteller exzellent, doch die Geschichte hat zu viele unglaubwürdige Wendungen und plätschert mitunter auf das unbefriedigende, offene Ende hin. Die komödiantischen Momente haben es durchaus in sich, die melodramatischen leider nicht. Was bleibt: eine unbefriedigende Mischung mit vielen starken Momenten.



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