Da Gott über das sündige Treiben der Menschen erbost ist, will er die Menschheit auf Erden auslöschen, indem er eine alles ertränkende Sintflut schickt. Er beauftragt den gottesfürchtigen Noah, eine Arche zu bauen und dort jede Tierspezies aufnehmen, damit deren Überleben gesichert werden kann. So zieht der fromme Mann mit seiner Frau, seinen drei Söhnen und der Ziehtochter zu Werke. Doch schon bald tauchen Neider auf, die Noah seine Position an Bord der Arche streitig machen wollen. Der selbsternannte König Tubal Cain will Noah sogar töten ...

Einst überzeugte Regisseur Darren Aronofsky mit eigenwilligen Werken wie "Pi" und "Requiem for a Dream", ließ mit "The Fountain" seine Vision erahnen, bevor er dann mit "The Wrestler" und zuletzt "Black Swan" wesentlich profaner und nerviger wurde. Jetzt zumindest scheint er endgültig im langweiligen Mainstream angekommen zu sein. Denn auch wenn seine Interpretation des Bibel-Gleichnisses über Noah durchaus Eigenheiten aus dem Bereich der Fantasy aufweist, überzeugt das Ganze aber nicht. Zu obskurantistisch und unstimmig kommt die Umsetzung daher, um noch halbwegs zu unterhalten. Ein paar tolle Bilder gibt es - und das war es. Aber vielleicht ist dieser Film für ein US-amerikanisches Publikum gemacht, das die Bibel immer noch für bare Münze hält und den Darwinismus bis heute negiert. Und alle die, die behaupten, Aronofsky würde sich eng an die Vorlage halten, die sollten das Alte Testament tatsächlich einmal selbst lesen!



Foto: Paramount