Im Kairo des Jahres 1955 tummeln sich in der ägyptischen Metropole die Geheimagenten. Die Sowjets sabotieren die Franzosen, die wiederum die Briten ärgern, die ihrerseits von der Familie des gestürzten Königs Farouk angefeindet werden. Als wäre dies nicht genugt, sorgen auch noch islamische Extremisten für Chaos. Deshalb entsendet Paris seine ultimative Geheimwaffe: Hubert Bonisseur de La Bath alias OSS 117! Der eitle Agent hält sich für unschlagbar und glaubt, für Vertreter des weiblichen Geschlecht absolut unwiderstehlich zu sein ...

Mit dieser urkomischen Agentenfilmpersiflage schuf Michel Hazanavicius mit Hauptdarsteller Jean Dujardin ein wunderbares französisches Gegenstück zum coolen, distinguierten James Bond. Dujardin brilliert in übertriebener Überheblichkeit und sorgt so als charmanter Kotzbrocken für wahre Lachsalven. Die Figur geht übrigens auf den französischen Schriftstellers Jean Bruce zurück, der den Agenten 1946 ins literarische Leben rief und bis zu seinem Tod in 88 Romanen zum Helden stilisierte. Nach Bruces Tod schrieb dessen Frau Josette 143 und seine Kindern François und Martine nochmals 24 weitere Geschichten um OSS 117. Bereits in den Fünzigern bis in die Siebzigerjahre hinein entstanden mehrere OSS-117-Filme, doch erst mit Jean Dujardin, der drei Jahre später auch in der Fortsetzung "Oss 117 - Er selbst ist sich genug" spielte, fand man das wahre Gesicht für die Figur. Regisseur Hazanavicius setzte fünf Jahre später mit seinem Hauptdarsteller auch den Schwarzweiß-Stummfilm "The Artist" in Szene, der die Hauptpreise in Cannes gewann, mit drei Golden Globes und fünf Oscars ausgezeichnet wurde.

Foto: Kochmedia