1933, auf dem Tiefpunkt der Weltwirtschaftskrise, feierten schwungvolle Musicals im frühen Tonfilm Triumphe. Als alle zu den neuen Tonfilmen ins Kino strömen, scheint Theaterregisseur Chester Kent mit seinen musikalischen Komödien aus dem Rennen zu sein. Seine Frau verlässt ihn daraufhin prompt, da sie ohnehin nur seine Brieftasche geliebt hat. Doch Kent gibt sich nicht geschlagen...

James Cagney, sonst meist auf Gangsterrollen abonniert, spielt einen Bühnenregisseur, der eine große Show plant. Seine Leinwandpräsenz war so allgegenwärtig, dass er es fertig brachte, die Handlung sogar noch inmitten der zahllosen Beine, Busen und makellosen Zähne, mit denen Regisseur Lloyd Bacon und der legendäre Choreograf Busby Berkeley die Szenen überschwemmten, zu dominieren. Mit der Nummer "By a Waterfall" versuchte Berkeley sich selbst zu übertreffen. Er entwarf Badeanzüge, die wie lose um den Leib hinab fallende Haarlocken aussehen, und warf seine Hundertschaft von Badenixen in die erste und aufwändigste "Aquade" der Filmgeschichte. Vereint mit den Dreiecken, Sonnenblumen und kubistischen Decors formen die Mädchen ein Reich der Ornamentik, das sie zum verwegendsten Art-Deco-Museum der Welt und zum wollüstigsten Triumph des Camp werden lässt.

Foto: Degeto Film Frankfurt