Gefolgt von seinen Jüngern ist Jesus zum Pessach-Fest in Jerusalem eingezogen und predigt vor seinen Anhängern, die ihn als Sohn Gottes feiern. Judas glaubt, dass er Jesus stoppen muss, um ihm und den anderen Jüngern das Leben zu retten, und geht zu den jüdischen Hohepriestern. Doch diese fürchten um ihre Macht und beschließen, Jesus zu töten. Jesus feiert das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern, die aber nur an ihre glorreiche Zukunft als Apostel denken. Verlassen von seinen Jüngern betet Jesus im Garten Getsemani zu Gott, bevor Judas ihn mit einem Bruderkuss den Wächtern der Hohepriester ausliefert. Judas wird sich seiner schrecklichen Tat bewusst, während Jesus vom römischen Statthalter Pontius Pilatus verhört und dann von König Herodes verspottet wird. Pilatus hat geträumt, er solle Jesus nicht töten lassen, doch als das Volk seine Kreuzigung verlangt, gibt er nach.

"Jesus Christ Superstar", der in der israelischen Negev-Wüste gedreht wurde, ist eine genaue Adaption des Rock-Pop-Musicals von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice. Norman Jewisons Film spiegelt den Zeitgeist der ausgehenden Hippie-Bewegung, teilweise auch als ironische Showbiz- und Mediensatire. Langhaarige Schlaghosenträger, Disco-Tänzerinnen im Afro-Look und die Musical-Rock-Songs lassen den biblischen Stoff neu erblühen. Trotz scharfer Kritik aus religiösen Kreisen wurde der Film ein Erfolg an den Kinokassen. Der Soundtrack wurde mit dem britischen Film- und Fernsehpreis BAFTA ausgezeichnet; Douglas Slocombe bekam für seine herausragende Kameraarbeit den Preis seiner britischen Kollegen der British Society of Cinematographers.