Auf dem Flughafen Rhein-Main ein Flieger aus L.A., an Bord Robert Sennefeld, genannt Snuff Bobby G. Er ist ein Star in der Technoszene, der aus Amerika in seine Heimatstadt Offenbach zurückkehrt, um den Geburtstag seiner Mutter Martha zu feiern. Bei seiner Ankunft stehen alle Kopf, die Fans, die Presse und die alten Freunde. Zur gleichen Zeit wird in einem Offenbacher Hinterhof ein Musikstudio zerlegt, der Besitzer Charly wird tot aufgefunden, wie auch der Kompagnon Mick, mit dem Snuff Bobby G. neue Musiknummern aufnehmen wollte. Der Star aus Amerika, der eigentlich nur seine Offenbacher Mutter, eine Kioskbesitzerin, überraschen wollte, gerät in dringenden Tatverdacht. Kommissarin Carol befindet sich in dieser Zeit in Mutterschaftsurlaub und überlegt, ob sie wieder an ihre alte Karriere als Sängerin anknüpfen könnte. Den ermordeten Charly kannte sie gut und wollte mit ihm ein Musiktape aufnehmen. Sie setzt ihre Kollegen Schlosser und Grosche auf den Fall an, recherchiert aber auch auf eigene Faust. Die beiden Kommissare tun sich am Anfang schwer mit dieser für sie ungewohnten Szene, weil auch alle Beteiligten dicht halten und kein Aufsehen wollen. Grosche kommt bei seinen Ermittlungen aber nicht nur seiner Kollegin Carol näher, er findet auch das Geheimnis des Vaters von Carols Baby heraus. Noch weiß er nicht, was er damit anfangen soll, da werden alle drei Kommissare und Snuff Bobby G. auf das Dach eines Hochhauses bestellt, wo Alida, die Ex-Freundin von Charly, vor einer folgenschweren Entscheidung steht. Das Drehbuch zu diesem Polizeiruf haben wieder Rudi Bergmann und Rolf Silber geschrieben, die auch die Idee zu der ganzen hessischen Polizeiruf-Serie entwickelt haben. Das dargestellte Milieu ist jung und ungewöhnlich, deswegen hat auch der junge Regisseur Marc Hertel (Absolvent der Ludwigsburger Filmakademie) das Buch so umgesetzt, dass es sich stimmig und identisch darbietet.