Mit kräftigen Ruderschlägen treibt Hauptkommissar Tobias Törner sein Kanu den Fluss hinauf. Endlich ist er raus aus dem Berliner Moloch, der Hektik, endlosen Überstunden und einer abrupt beendeten, langjährigen Beziehung. Angekommen in Schwerin, stellt er sich seinen Dienst an der Seite vom Kollegen Hauptkommissar Jens Hinrichs geregelt vor, mit Freiheit und viel, viel frischer Luft. Die Idylle wird jäh unterbrochen - von einer Frauenleiche: Aufgebahrt zwischen Blumen und verschiedenen Gemüsen treibt sie in einem herrenlosen Boot. Merkwürdigerweise wird die unbekannte Tote von niemandem vermisst, Indizien für ein Verbrechen gibt es nicht. Ein Hinweis führt die Kommissare schließlich zum Hof des Einsiedlers Klasen, der seine Tiere auf ebenso feierliche Weise bestattet wie bei der Toten gesehen. Außerdem ist der alte Kauz als Voyeur aktenkundig. Zugleich, an einem anderen Ort, entscheidet die kleine Kim Kirinowsky, dass sie ihre Eltern sofort verlassen muss. Sie hat gehört, dass keiner von beiden sie am Wochenende haben will. Mit einem Trick gelingt es ihr, dass die Eltern ihr Verschwinden einige Tage nicht bemerken. Die Kleine marschiert die Landstraße entlang und sucht bei Einbruch der Dunkelheit heimlich Unterschlupf in einer Scheune. Die gehört Klasen, der das Mädchen schnell findet. Als Hinrichs und Törner auf dem Hof auftauchen, ahnen sie nicht, dass Klasen den Schlüssel zu beiden Fällen in den Händen hält. Aber noch ist es nur einer, noch vermisst niemand das Kind.