Portland, 1915: Der Harvard-Absolvent und radikale Journalist John Reed und die ambitionierte Schriftstellerin Louise Bryant lernen sich auf einer Klubversammlung kennen. Louise zeigt neugieriges Interesse für ihn und bittet um ein Interview. Stattdessen beginnen sie eine leidenschaftliche Affäre und John fordert Louise auf, ihren Ehemann, einen biederen Zahnarzt, zu verlassen und mit ihm nach Greenwich Village in New York zu ziehen. In New York hat Louise Schwierigkeiten, ihre eigene Identität in dem intellektuellen Kreis zu finden. Während John sich fast ausschließlich um seine politischen Ziele kümmert, hat Louise den Wunsch nach Anerkennung als Schriftstellerin und gleichzeitig die Sehnsucht nach einer intakten Beziehung ...

Das aufwändig inszenierte Epos bescherte Hauptdarsteller Warren Beatty endlich auch den Durchbruch als Regisseur. Fünf Jahre und über 35 Millionen Dollar benötigte Beatty zur Verwirklichung seines Projektes über das Leben des fast vergessenen Journalisten John Reed (1887 - 1920). Aufgrund seiner außerordentlichen Erfolge als Produzent ließ die Produktionsfirma Paramount Warren Beatty völlig freie Hand. Der Film lief schließlich unter teilweise enthusiastischen Kritiken an und wurde ein imponierendes Werk voller grandioser Bilder und exzellenter Darstellungen, besonders von Jack Nicholson als Eugene O'Neill. Für "Reds" erhielt Warren Beatty 1982 den Oscar für die beste Regie, Maureen Stapelton als beste Nebendarstellerin und Vittorio Storaro für die beste Kameraarbeit. Regisseur Warren Beatty wurde außerdem für die beste Regie von der Directors Guild of USA und dem Golden Globe ausgezeichnet. Dem politisch engagierten Filmemacher machte es sichtlich Spaß, als bei der vierfachen Oscar-Verleihung jedesmal das Leitmotiv des Films, die Internationale, erklang.

Foto: Paramount