Die USA in den Fünfzigerjahren: Die junge Temple Grandin ist Autistin. Sie denkt in Bildern und sie erträgt keine körperliche Nähe. Die Mitmenschen halten das Mädchen zumeist einfach nur für zurückgeblieben. Doch ihre Mutter unterstützt sie, anstatt sie - wie es die Ärzte raten - in ein Heim zu geben. Dank dieser Fürsorge und der Hilfe des engagierten Lehrers Dr. Carlock schafft Temple den Schulabschluss und kann studieren. Im College stößt die junge Frau jedoch schnell an ihre Grenzen: zu viele Menschen, zu viel Nähe, zu viele Eindrücke. Ein Panikanfall jagt den nächsten. Eine schlimme Zeit für Temple. Aber sie schafft es, dank ganz eigener, kreativer Methoden und ihres Forscherdrangs, ihren Weg zu gehen ...

Autor, Regisseur und Produzent Mick Jackson ("Bodyguard", "Live aus Bagdad") drehte diese gut gespielte Filmbiografie 2010 fürs Fernsehen. Claire Danes und Julia Ormond überzeugen als Tochter-Mutter-Gespann. Alle drei gewannen den renommierten Fernsehpreis Emmy, Claire Danes erhielt darüber hinaus den noch renommierteren Golden Globe. Die Geschichte basiert auf der Biografie der US-amerikanischen Wissenschaftlerin Temple Grandin, die als führende Expertin für Verhaltensbiologie bei Nutztieren und dem Forschungsgebiet Autismus gilt.

Foto: arte F/HBO