Man schreibt das Jahr 1649. In Frankreich sitzt der kleine Louis XIV. zwar auf dem Thron, tatsächlich regieren aber seine Mutter und der geldgierige Kardinal Mazarin. In England ist Oliver Cromwell an der Macht und schickt sich an, König Charles köpfen zu lassen. In dieser Situation versucht der verarmte Leutnant D'Artagnan, seine alten Freunde zu neuen Taten zu aktivieren. 20 Jahre ist es inzwischen her, dass die vier Musketiere Seite an Seite kämpften. Porthos hat inzwischen reich geheiratet, Athos hat sich dem Trunk ergeben und Aramis dem Ruf der Kirche: Er ist Abt geworden, widmet sich allerdings lieber den Freuden der Liebe als dem Gottesdienst. Als einziger von allen vieren ist D'Artagnan ein armer Schlucker geblieben. Zunächst ist nur Porthos bereit, für Mazarin wieder zum Degen zu greifen, weil er unbedingt Baron werden möchte. Die ebenso schöne wie bösartige Justine, die Tochter ihrer ehemaligen Widersacherin Milady de Winter, sorgt jedoch dafür, dass alle vier bald wieder in aufregende Abenteuer verwickelt sind ...

Bereits mit den beiden turbulenten Vorläufern "Die drei Musketiere" und "Vier Musketiere - Die Rache der Mylady" schuf Regisseur Richard Lester nicht immer ganz ernst zunehmende Unterhaltung nach den Klassikern von Alexandre Dumas d.Ä. Dieser dritte Teil ist eine übermütige Hommage an die ergrauten Roman- und Filmhelden und setzt die spielerischen Möglichkeiten des Genres amüsant um. In sichtlicher Spielfreude stürzt ein großes Staraufgebot Geschichte ins Rührwerk der Kolportage und das Ergebnis ist fröhliche Anarchie. Trotz der gelungenen Umsetzung entschloss sich Richard Lester nach Beendigung des Films zum Rückzug aus der Filmbranche. Der Grund dafür war ein tragischer Reitunfall während der Dreharbeiten, welcher Roy Kinnear, der in der Rolle von D'Artagnans Diener Planchet zu sehen ist, das Leben kostete.

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