Was tut man, wenn die eigenen Eltern beschlossen haben, in wenigen Wochen gemeinsam ihrem Leben ein Ende zu setzen? Annabelle reagiert fassungslos, als sie nach langen Jahren im Ausland ihre Eltern Lena und Rolf in Deutschland besucht und beim Mittagessen im Kreise der Familie von deren Entscheidung hört. Rolf hat Krebs, Lena droht die Amputation eines Beins. Beide sind schon lange Mitglieder in einem Verein für humanes Sterben und möchten einem langsamen Siechtum entgehen, indem sie ihren Tod selbst in die Hand nehmen. Zu einem Zeitpunkt, der ihr langes, gemeinsames und glückliches Leben würdig beschließt. Annabelle, ihrem Bruder Achim und dessen Frau Rieke bleibt nichts anderes mehr übrig, als die Entscheidung der Eltern hinzunehmen und sie am Tage des selbst gewählten Todes in ein Hotel nach Holland zu dem Sterbehelfer Dr. Laufen zu begleiten. Als jedoch nur Lena stirbt und Rolf überlebt, weil er das Gift vorzeitig erbrochen hat, sucht Annabelle die Schuld bei ihrem Vater...

Regisseur Matti Geschonneck drehte dieses eindringliche Drama mit dem glänzend aufgelegten Hauptdarsteller-Paar Friedrich von Thun und Nicole Hessetrs, in dem er brisante Themen wie Sterbehilfe und Selbstmord verarbeitete. Geschonneck inszenierte hier einmal mehr nach einem Drehbuch von Hannah Hollinger, die auch vor den genannten Tabuthemen nicht zurückschreckt. Die beiden verwirklichten schon zwölf weitere Filmprojekte, unter anderem etwa "Comeback für Freddy Baker", "Ganz unten, ganz oben", "Liebe Schwester" und "Die Mutter" - um nur einige wenige zu nennen.