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    Jutta Hoffmann

    • * Montag, 3. März 1941 in Halle, Saale, Deutschland

    Erfolgreiche Bühnen- und Film-Schauspielerin: Jutta Hoffmann 
    ¿T?
    Eine junge Frau von 30 steht mit zwei Kindern allein. Im Berufsleben ist sie erfolgreich, wie ein Ass in Mathematik, kommt sie mit der komplizierten Computerwelt zurecht. Was ihr fehlt, ist der Partner. Zweimal ist es schief gegangen, ein sympathischer Partner im Betrieb tut nicht den ersten Schritt. Und sie als Frau kann das auch nicht. Jutta Hoffmann spielt das feinnervig, unumwunden. 1972 erhält sie für die Hauptrolle in Egon Günthers "Der Dritte" den Darstellerpreis.

    Bereits vorher war die Bühnen- und Filmschauspielerin aus dem Rahmen gefallen. So als Professorentochter Penny in Frank Vogels "Julia lebt" und als Lämmchen in dem Fernsehfilm "Kleiner Mann - was nun?". Ihre unangepaßte Junglehrerin in Vogels "Denk bloß nicht, daß ich heule" wie auch die "Karla" in Herrmann Zschoches Film kann man erst nach der Wende sehen, beide Filme werden 1966 verboten. Wunderbar ist ihre klatschsüchtige Adele Schopenhauer in "Lotte in Weimar", den - wie auch den Fernsehfilm "Junge Frau von 1914" und "Der Schlüssel" - Egon Günther mit ihr dreht.

    Schon während der Schulzeit in Schkopau tritt sie in der Laienspielgruppe der Buna-Werke auf, besucht die Filmhochschule in Babelsberg und tritt nach Beendigung der Ausbildung dem Ensemble des Maxim-Gorki-Theaters bei. 1965 bis 1967 gehört sie zum Ensemble des Deutschen Theaters, 1973 geht sie ans Berliner Ensemble. Neben der dominierenden Theaterarbeit steht sie für Kino- und Fernsehproduktionen immer wieder vor der Kamera.

    Mitte der Achtzigerahre sieht man Jutta Hoffmann immer öfter auf westdeutschen Bühnen wie an den Münchner Kammerspielen und dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Ende der Achtzigerjahre tritt sie eine Professur an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater an. Eine wundervoll locker eindringliche Rolle spielt sie neben Katja Riemann, Nicolette Krebitz und Jasmin Tabatabai in Katja von Garniers forscher Frauenknast und Gangster-Musiksatire "Bandits". Von 1998 bis 2002 war Jutta Hoffmann auch als Kommissarin Wanda Rosenbaum in der erfolgreichen Krimireihe "Polizeiruf 110" zu sehen.

    Weitere Filme mit Jutta Hoffmann: "Weite Straßen, stille Liebe" (1969), "Dr. med. Sommer II" (1970), "Das Versteck" (1977), "Fleur Lafontaine, "Geschlossene Gesellschaft", "Ursula" (alle 1978), "Blauvogel", "Die Rache des Kapitäns Mitchell" (beide 1979), "Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit" (1985), "Der zerbrochene Krug" (1990), "Bella Block: Liebestod" (1995), "Polizeiruf 110 - Mörderkind" (1998), "Polizeiruf 110 - Bei Klingelzeichen Mord" (2000), "Polizeiruf 110 - Angst" (2001), "Polizeiruf 110 - Wandas letzter Gang" (2002), "Der alte Affe Angst" (2003), "An die Grenze" (2007).


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