Graphic Novels

Für Sie gelesen: “Kriegsfotografen" und "Remake - Ikonen der Popkultur" 

14.09.2026, 02.00 Uhr
Die Graphic Novels "Kriegsfotografen" und "Remake – Ikonen der Popkultur" bieten eindrucksvolle Einblicke in den Spanischen Bürgerkrieg und die Ursprünge berühmter Pop-Ikonen.

prisma stellt zwei interessante Graphic Novels vor.

Im Sommer 1936 kommen die jungen deutschen Fotografen Hans Namuth und Georg Reisner nach Barcelona. Sie sind vor den Nazis geflohen und sollen eigentlich die Volksolympiade fotografieren – eine pazifistische, antifaschistische Gegenveranstaltung zu den Olympischen Spielen in Berlin.

Doch dann bricht der Spanische Bürgerkrieg aus. Die beiden bleiben und werden unfreiwillig zu Kriegsfotografen. Mit ihren Leica- und Rolleiflex-Kameras dokumentieren sie die ersten Monate des Konflikts: den Aufstand der Nationalisten, die Kämpfe in Barcelona, die Grausamkeiten auf beiden Seiten und die dramatischen Ereignisse.
Die Geschichte folgt ihrem Weg von 1936 bis 1940 und zeigt, wie der Krieg und die politischen Umwälzungen in Europa ihr Leben prägen. Sie begegnen anderen bekannten Kriegsfotografen und erleben die zunehmende Bedrohung durch den Faschismus. „Kriegsfotografen“ ist sowohl ein Porträt zweier Männer als auch ein eindringliches Bild des Spanischen Bürgerkriegs und der aufziehenden Katastrophe in Europa.

„Kriegsfotografen“ von Raynal Pellicer und Titwane, Splitter Verlag, 152 Seiten, 29,80 Euro 
ISBN: 978-3-68950-126-6

„Remake – Ikonen der Popkultur“ von Hanco Kolk ist eine ebenso unterhaltsame wie überraschende Reise zu den Ursprüngen berühmter Figuren und Geschichten. Batman, Dracula, Sherlock Holmes, Micky Maus oder Romeo und Julia bekommen dabei nicht nur eine neue Geschichte, sondern vor allem ein neues Gesicht: Mit seinem unverwechselbaren Zeichenstil lässt der Niederländer Kolk vergangene Epochen, berühmte Figuren und überraschende Verbindungen auf den Seiten lebendig werden. Seine dynamischen, detailreichen Illustrationen erzählen dabei oft ihre eigene Geschichte, spielen mit Perspektiven und verleihen selbst kulturgeschichtlichen Zusammenhängen eine verblüffende Leichtigkeit. Mit feinem Humor spürt Kolk den Vorbildern der großen Pop-Ikonen nach und zeigt, wie aus alten Motiven immer wieder etwas Neues entstehen kann. So wird „Remake“ zu einem farbenfrohen Streifzug durch die Geschichte unserer Erzählkultur – klug, verspielt und vor allem ein visuelles Vergnügen für alle, die gerne genauer hinschauen.

„Remake – Ikonen der Popkultur“  von Hanco Kolk, Avant Garde, 136 Seiten, 29 Euro ISBN: 978-3-96445-159-0