Wie sind in der Bonner Republik Kinder groß geworden, wie haben Jugendliche diese Zeit erlebt, die vom Wandel geprägt war? Diesen Fragen widmet sich der Bildband „Die junge Republik“. Nach dem Erfolg von „Die Bonner Republik“ stellen Heribert Prantl und Wolfgang Vollmer in diesem Fotoband mit mehr als 250 Abbildungen die jungen Menschen in den Mittelpunkt. Den Rahmen bildet ein Essay von Prantl, der die Leser mitnimmt auf eine Zeitreise durch die Geschichte. Der 1953 geborene Publizist berichtet in einem geschichtlichen Bogen von Kindern, die den Krieg miterlebt haben, über Aufbau und wachsenden Wohlstand, amerikanische Einflüsse, die 68er, die Atomproteste und vieles mehr. Genauso spielen aber der Siegeszug des Fernsehens und die jeweils prägenden Sendungen, Literatur und Musik eine Rolle. Ebenso geht es um Themen wie den Wandel bei den Erziehungsvorstellungen, Sexualität oder das politische Engagement der jungen Menschen. Das Herzstück sind die Fotografien, die den Band lebendig machen und das Leben in allen Facetten zeigen. Ein Wiedersehen mit der eigenen Jugend für die älteren Generationen und ein Schaufenster in eine vergangene Zeit für die jüngeren.
„Die junge Republik. Kindheit und Jugend in Westdeutschland 1949-1990“
von Heribert Prantl und Wolfgang Vollmer,
Greven Verlag, 256 Seiten mit 253 Abbildungen, 50 Euro,
ISBN: 978-3-7743-0999-9