Film und Doku bei VOX

"White House Down": Patriotismus trifft Popcorn

von Jasmin Herzog

Ein Durchschnittstyp wird in dem Actionkracher "White House Down" zum Über-Helden. Anschließend dreht sich bei VOX auch in einer Doku alles um das Weiße Haus.

VOX
White House Down
Action • 18.02.2021 • 20:15 Uhr

Es ist so viel mehr als nur Regierungssitz des amtierenden US-Präsidenten, es ist ein Sinnbild für politische Macht und Einfluss. Vor kurzem wurde am Weißen Haus in Washington D.C. wieder das Klingelschild ausgetauscht: Auf Donald Trump folgte Joe Biden. Grund genug für VOX, einem der berühmtesten Gebäude der Welt einen eigenen Themenabend zu widmen, der sich vor allem um die Sicherheit seiner Bewohner dreht. Bevor in der Dokumentation "Das Weiße Haus – Die Story", reale Secret-Service-Agenten von ihrem aufopferungsvollen Job berichten, darf erst mal Channing Tatum den Präsidenten retten. Im wiederholt gezeigten actiongeladenen Blockbuster "White House Down" (2013), zeigt Regisseur Roland Emmerich, was er am besten kann: das Symbol der amerikanischen Macht effektvoll zerstören.

Eigentlich wollte John Cale (Channing Tatum) im Weißen Haus als Personenschützer des Präsidenten (Jamie Foxx) anheuern, doch er bekommt den Job nicht. Seine enttäuschte Tochter Emily (Joey King) nimmt er dennoch auf eine Führung durch den Amtssitz des Präsidenten mit. Keine gute Idee: Just in diesem Moment wird das Gebäude von einer paramilitärischen Einheit besetzt. Im Weißen Haus bricht das Chaos aus. die Regierung stürzt in die Krise, und Cale verliert seine Tochter aus den Augen.

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Auf der Suche nach ihr wird er unverhofft doch noch zum Retter des Präsidenten, den er aus der Gewalt der Kidnapper befreien kann. Die beiden Männer fliehen vor den Terroristen, stolpern und schießen sich durchs Weiße Haus, immer auf der Suche nach dem nächsten Ausgang und Cales Tochter. Doch wer sind die Angreifer, die das am besten bewachte Gebäude der westlichen Welt einfach überrennen? Und was macht Cales Tochter? Je mehr das Weiße Haus auseinanderfällt, desto deutlicher zeigt sich der Komplott aus Wahn und Intrigen, bei dem es um mehr geht als ein Haus.

Mit bekannter Präzision zerlegt Emmerich damit zum dritten Mal nach "Independence Day" und "2012" die Machtzentrale der USA, diesmal aber weitaus langsamer, fast genussvoll – und unterhaltsam. In "White House Down" ist das namengebende Gebäude der eigentliche Hauptdarsteller, ist Kulisse und Schlachtfeld – mit all seinen historischen Bezügen und Geheimnissen, die das Haus umwehen.

Patriotismus trifft auf Popcorn: Dröhnender Bombast zeichnet den typischen Emmerich-Film aus, der von den ersten Sekunden an mit epischem Fanfarensound, Hubschrauberstaffel am Himmel und heroisch dreinblickenden Kinderaugen die Richtung vorgibt. Der Regisseur inszeniert die Handlung so rasant wie präzise, treibt sie mit Tempo vorwärts und seine Protagonisten durch ein zusehends in Trümmern liegendes Weißes Haus.

Doku begleitet Secret-Service-Agenten

Wenn sich die Gemüter wieder etwas abgekühlt haben, wird es Zeit für die Doku "Das Weiße Haus – Die Story", in der direkt im Anschluss an den Actionfilm echte Secret-Service-Agenten zu Wort kommen. Ehemalige und aktuelle Sicherheitsleute berichten von ihrem Job, die mächtigste Person der Welt samt deren Familie zu schützen. Falls nötig unter Einsatz des eigenen Lebens, um das des Präsidenten zu retten. Unter anderem wird die Amtseinführung Joe Bidens aus Sicht der Agenten begleitet. "Wir denken jede Sekunde, was wenn? Das ist Stress pur", berichtet die Agentin Evy Poumpouras. Frauen sind in diesem Job mehr Ausnahme als Regel. Für manche gelten die Agenten als Helden, doch auch die Eliteeinheit ist nicht vor Skandalen gefeit. "Unser System, da knirscht es inzwischen im Getriebe, das muss sich ändern", fordert etwa Ex-Präsident Barack Obama.

Des Weiteren führt Autor und Historiker Robert Klara durch die heiligen Hallen des bis oben hin mit Geschichte aufgeladenen Ortes – voraussichtlich ohne Kidnapper. Dabei wird auch der ein oder andere Mythos einem Realitätscheck unterzogen, beispielweise: Existieren im Weißen Haus wirklich geheime Gänge, in denen man bereits Marylin Monroe zu Präsident John F. Kennedy geschleust hat?


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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