Kölner "Tatort": Darum fährt Freddy Schenk immer so ungewöhnliche Autos
Für viele Zuschauer gehört Dietmar Bär als Freddy Schenk im Kölner "Tatort" untrennbar zu seinen außergewöhnlichen Dienstwagen. Statt eines klassischen Polizeiautos steuert der Kommissar immer wieder ältere Fahrzeuge, die mit ihrem auffälligen Charme längst zu seinem Markenzeichen geworden sind.
Dafür gibt es innerhalb der Reihe sogar eine Erklärung: Bei den Wagen handelt es sich um von der Polizei konfiszierte Fahrzeuge, die sich Schenk aus dem Fuhrpark des Präsidiums ausleihen darf. So beschreibt es auch der WDR. Die Idee dahinter reicht bis in die Anfangszeit des Kölner Ermittlerduos zurück. Klaus J. Behrendt erzählte bereits in einem früheren Interview, eine Zeitungsmeldung über die Hamburger Polizei habe die Macher inspiriert. Dort seien beschlagnahmte Autos genutzt worden.
Kölner "Tatort": Darum fährt Freddy Schenk so ungewöhnliche Dienstwagen
Welche Karosse tatsächlich vor der Kamera landet, entscheidet Dietmar Bär allerdings nicht allein. "Um Gottes willen, ich suche mir das nicht einfach selbst aus", stellt der Schauspieler im exklusiven Gespräch mit prisma klar. "Aber durch die Erfahrung der vergangenen Jahre arbeitet man da schon Hand in Hand. Beim Kölner "Tatort" können wir zum Beispiel schauen, was vorhanden ist."
Das besondere Faible von Freddy Schenk ist offenbar auch bei den Zuschauern angekommen. Inzwischen erreichen die Produktion sogar Angebote von Menschen, die ihre eigenen Fahrzeuge zur Verfügung stellen möchten.
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"Es haben sich sogar schon Leute bei uns gemeldet und gesagt: Der Kölner Kommissar fährt doch immer alte Autos, ich hätte da noch eines", erzählt Bär. Allerdings eigne sich nicht jedes Schmuckstück tatsächlich für Dreharbeiten. "Das ist natürlich nett. Manche sehen allerdings toll aus und funktionieren nicht mehr wirklich - das ist bei alten Autos manchmal so."
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Fahrzeug-Requisiteur Manfred Lutz berichtete 2022 gegenüber t-online ebenfalls über die besondere Autosammlung des Kölner "Tatorts". Über die Jahre organisierte er für Freddy Schenk unter anderem einen Buick LeSabre, einen Opel Diplomat, einen Jeep Grand Wagoneer und einen Citroën DS.
Dietmar Bär bei "Rosamunde Pilcher": Seine Oldtimer-Idee für Daniel Ridley
Auch in "Rosamunde Pilcher: Die Glücksbringerin" ist Dietmar Bär in einem Klassiker unterwegs. In dem ZDF-Film spielt er Daniel Ridley, der in Cornwall eine kleine Kamin- und Heizungsbaufirma betreibt. Mit einem Morris Minor bewegt er sich am idyllischen Drehort fort.
Dass seine Figur überhaupt ein älteres Auto fährt, daran hat Bär erheblich Anteil: "Die Idee, Daniels Figur auch über das Auto zu erzählen, habe ich im allerersten Gespräch mit der Regisseurin Karola Meeder hinterlegt", erzählt er prisma. "Ich sagte ihr, dass ich Daniel in der Geschichte auch gegenüber dem jungen Mann in einem älteren Wagen sehe."
Morris Minor statt Neuwagen: Warum der Klassiker perfekt zur Rolle passt
Welches Modell es werden sollte, stand zunächst noch nicht fest. Später sei ihm ein Foto des Morris Minor gezeigt worden. "Vom englischen Team habe ich gelernt, dass das dort ungefähr so ein Klassiker ist wie bei uns der VW Käfer", erzählt Bär. Viele hätten ihm daraufhin berichtet, selbst einmal einen solchen Wagen besessen zu haben oder ihn aus der eigenen Familie zu kennen.
Ein Match für den 65-Jährigen: "Ich fand, das passt wunderbar zu Daniel: die alte Werkstatt, das alte Auto - und er kommt noch selbst vorbei. Ich habe mich sehr darüber gefreut."
Dietmar Bär privat: Seine Leidenschaft für klassische Autos
Die Vorliebe für alte Autos endet bei Dietmar Bär nicht mit dem Drehschluss. Bereits 2017 sprach der Schauspieler im Interview mit "Galore" über einen alten Mercedes in seiner eigenen Garage. Seine Begeisterung für den Wagen ist auf einen Kindheitstraum des Schauspielers zurückzuführen. Das Modell habe für ihn schon lange zu den Dingen gehört, die er irgendwann einmal gerne besitzen wollte.
Und die Leidenschaft ist geblieben. Im August 2026 erzählte Bär dem "Express", dass er und seine Frau erst kurz zuvor mit einem alten Auto durch Frankreich gefahren seien. Im Kölner Alltag setze das Paar inzwischen allerdings häufiger auf ein anderes Verkehrsmittel: Seit beide vollständig in Köln leben, seien sie viel mit dem Fahrrad unterwegs.
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