Nach Klaus J. Behrendts Ausstieg

Kölner "Tatort" ohne Max Ballauf: So könnte es 2027 weitergehen

22.09.2026, 14.02 Uhr
Ballauf geht, Schenk bleibt: Andere "Tatort"-Teams haben solche Umbrüche ganz unterschiedlich gelöst. Diese Modelle wären auch für Köln denkbar.
Schauspieler Dietmar Bär (Kommissar Freddy Schenk ) , Klaus J. Behrendt ( Kommissar Max Ballauf ) stehen in einem Garten.
Klaus J. Behrendt (r.) wird den Kölner "Tatort" bald verlassen.  Fotoquelle: picture alliance / dpa | Horst Galuschka

Wenn Klaus J. Behrendt 2027 den Kölner "Tatort" verlässt, endet damit eine der längsten Partnerschaften in der Geschichte der Reihe – Max Ballauf und Freddy Schenk haben dann gemeinsam genau 100 Fälle gelöst. Alle Infos zu Behrendts "Tatort"-Ausstieg findest du hier. 

Dietmar Bär bleibt dem "Tatort" als Schenk weiter erhalten. Wie das Ermittlerteam danach aussieht, will der WDR erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Wir werfen einen Blick auf andere "Tatort"-Ausstiege und ordnen ein, wie es weitergehen könnte.

Der WDR hat schon auf direkten "Tatort"-Ersatz verzichtet

Wie ein solcher Umbruch aussehen kann, zeigt etwa der Dortmunder "Tatort". Dort verzichtete der WDR sogar mehrfach darauf, eine ausgeschiedene Hauptfigur direkt zu ersetzen. Als Anna Schudt 2022 nach zehn Jahren als Martina Bönisch aufhörte, machte das bestehende Team um Peter Faber, Jan Pawlak und Rosa Herzog ohne neue Kommissarin weiter.

Zwei Jahre später verließ der nächste Ermittler das Team – und auch nach Rick Okons Ausstieg kündigte die Redaktion an, auch seine Figur Jan Pawlak nicht ersetzen zu wollen. Seitdem ermitteln Peter Faber und Rosa Herzog in Dortmund als Duo. Ein solcher Weg wäre also auch in Köln grundsätzlich möglich.



Im "Tatort" aus Kiel kam eine neue Partnerin hinzu

Einen anderen Weg beschritt der NDR in Kiel. Nach Axel Milbergs Abschied als Klaus Borowski blieb Almila Bagriacik als Mila Sahin im Team. Mit Karoline Schuch als Polizeipsychologin Elli Krieger stieß sofort eine neue Hauptfigur mit ganz eigenem Typ zum Team hinzu.

In Ludwigshafen wählte der SWR wiederum eine andere Lösung. Johanna Stern, gespielt von Lisa Bitter, gehörte bereits seit 2014 zum "Tatort". Als Andreas Hoppe 2018 als Mario Kopper ausschied, rückte Stern dauerhaft an die Seite von Lena Odenthal.

Ein solches Modell wäre grundsätzlich auch für den Kölner "Tatort" denkbar. Neben Schenk gehören aktuell Norbert Jütte, Natalie Förster und Dr. Roth zum Team. Ob eine dieser Figuren künftig eine größere Rolle bekommt, hat der WDR bisher allerdings nicht mitgeteilt.

Berliner "Tatort" zeigte: Ein neues Duo muss nicht sofort kommen

Eine weitere Variante zeigte der Berliner "Tatort": Nach Meret Beckers Abschied als Nina Rubin bekam der Darsteller Mark Waschke nicht sofort eine neue feste Partnerin an seine Seite. In seiner Rolle Robert Karow ermittelte er zunächst einen Fall allein, bevor Corinna Harfouch als Susanne Bonard hinzukam. Zwischen dem alten und dem neuen Duo lag hier also eine klare Übergangsphase.

Auch für Köln wäre eine solche Übergangslösung vorstellbar – so müsste der WDR sich nicht sofort auf eine neue feste Konstellation festlegen.

Die Beispiele aus Dortmund, Kiel, Ludwigshafen und Berlin zeigen jedenfalls, wie unterschiedlich die Sender nach dem Abschied einer Hauptfigur vorgegangen sind: mit kleinerem Team, einer neuen Figur, einer bereits etablierten Kraft oder einer vorübergehenden Solo-Lösung. Wann der WDR seine Entscheidung bekannt gibt, ist noch offen.

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