Die Rechtsanwältin Jane H. Fisher-Byrialsen vertritt Menschen, die Verbrechen gestanden haben, obwohl sie unschuldig sind. Wie kann es so weit kommen?

Es war ein Verbrechen, das die USA schockierte: Im April 1989 wurde die junge Investmentbankerin Trisha Meili im New Yorker Central Park überfallen und vergewaltigt. Wenig später verhaftete die Polizei fünf Teenager, ein Gericht verurteilte sie zu mehrjährigen Haftstrafen. Beweise für ihre Schuld gab es nicht, dafür aber Geständnisse. Jahre später kam heraus, dass alle fünf unschuldig waren; DNA-Spuren überführten einen Serienvergewaltiger. Die Rechtsanwältin Jane H. Fisher-Byrialsen vertrat später einen der damals unschuldig Verurteilten und erstritt vor Gericht eine Entschädigung in Millionenhöhe.

Die Dokumentation "Fatale Geständnisse", die das Erste im Rahmen der Themenwoche "Gerechtigkeit" zeigt, begleitet Fisher-Byrialsen bei ihrer Arbeit. Der Film der dänischen Regisseurin Katrine Philp stellt dabei eine nur schwer zu beantwortende Frage: Wie kann es sein, dass Menschen Verbrechen gestehen, die sie gar nicht begangen haben?


Quelle: teleschau – der Mediendienst