Die beruflich erfolgreiche Galeristin Katharina (Nadeshda Brennicke, Foto, mit Mehdi Nebbou) lebt mit ihrem Mann, dem Architekten Christoph, und ihrer Tochter in einem Hamburger Vorort. Auch privat kann Katharina nicht klagen, denn ihre Beziehung zu Christoph ist nach wie vor glücklich. Doch wie das Leben so spielt begegnet Katharina per Zufall auf ihrer werktäglichen 8.28-Uhr-Zugfahrt zur Arbeit einem anderen Mann, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Dies ist der Beginn einer Affäre ...

Regisseur Christian Alvart, der bisher vor allen mit seinen mehr oder weniger gelungenen Horrorfilmen wie "Antikörper" und "Pandorum" für Aufmerksamkeit sorgte und 2007 mit dem Genrewerk "Fall 39" sogar sein Hollywood-Debüt vorlegte, inszenierte dieses Beziehungsdrama nach dem Drehbuch von Sebastian Schubert ("Ein Sommer mit Paul"). Allerdings hat man derartige Geschichten schon sehr häufig gesehen, und die Erkenntnis, das die Affäre eines Ehepartners die Ehe selbst zerstören kann (aber nicht muss), ist auch nicht die neueste. So bleibt nur das gute Spiel von Mark Waschke als tief verletzter Ehemann, während man Nadeshda Brennicke (die unter Alvarts Regie schon in "Antikörper" spielte) als Katharina und Mehdi Nebbou als ihr Liebhaber Alexander die Leidenschaft einer Affäre nur ansatzweise abnimmt. Achten Sie auf Michael Brennicke, Vater der Hauptdarstellerin, in der Rolle des Bernhard, und Nikita Brennicke, Sohn der Darstellerin, als Max.

Foto: NDR/Jumping Horse Film/Fatih Tuncer